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Kategorie: Amerika

USA #7: Into the wild

Die letzte Reiseetappe führt uns raus aus der vollen Dröhnung Zivilisation Richtung Nordwesten. In den Nationalparks Death Valley und Yosemite fahren wir Höchstgeschwindigkeit sowie einiges an Meilen auf unseren VW Tiguan drauf. Die Landschaft wechselt aber auch im Stundentakt.

Big Dune

Gerade noch auf einer Sanddüne rumgeturnt, stehen wir eine Stunde später schon bei 20 Grad mehr unter dem Meeresspiegel im Death Valley.
Death Valley

Wieder ne Stunde später gibts schon einen erloschenen Vulkan zu bewundern. Abwechslung pur.
Vulkan

Im Yosemite National Park wird die Landschaft dann gebirgig spektakulär. Von der Wüste in den Schnee sind es nur 2 Stunden Fahrt…
Yosemite

Nach der letzten Tagesetappe schlagen wir wieder in Los Altos Hills auf. Mit einem weinenden Auge schauen wir auf die vergangenen Wochen zurück. Mit einem lachenden Auge freuen wir uns aber auch wieder auf Deutschland…
Während wir den Flieger boarden danken wir noch mal unserem Auto, dass uns mit 0 Meilen Range trotzdem noch zu Flughafen gebracht hat. German quality!
Tiguan

Lessons learned:

  • Walmarts haben 24 Stunden auf; Tankstellen nicht.
  • Im BestBuy gibt es mit Abstand die meißten Angestellten.
  • Free Wifi in Motels ftw.
  • 24$ Wifi im Stratosphere Tower fail.
  • Couchsurfing ftw.
  • MuscleMilk contains no milk.
  • Limonaden Maschinen haben auch nicht alles.
  • Oreo Double Stuff ftw.
  • Walmart Return Policy ftw.
  • Tax policy fail.
  • Nobody gives a f*** about IDs.
  • Panda Express, Panera Bread, Chipotle ftw.
  • Starbucks attwifi ftw.
  • Wienerschnitzel, KFC, Wendys – its not der Fun.
  • Drinks an 1ct Maschinen ftw.
  • Mid-Size SUV ftw.
  • Hosen ftw.
  • Chlorwasser fail.
  • Carpool Lane win.

Bye, bye United States. We will be back.

Bonus: Wenn einem in der Wüste ein Räumfahrzeug entgegen kommt…

USA #6: Fabulous Las Vegas

LV

Las Vegas, 91 Grad Fahrenheit, blauer Himmel, flackernde Neonröhren: Max, Marc und Brian schlendern den Strip, auch „Americas Playground“ genannt, auf und ab und ziehen Jack’d Coke aus leuchtend roten, vasenähnlichen Gefäßen mit der Aufschrift „The D – What happens in Vegas – stays in Vegas.“ Leicht beschwippst wird beschlossen: Das Motto halten wir in Ehren!

Old Strip
….
Blutverschmiert und ohne Bargeld erwachen die Gestalten am nächsten Morgen in einem eisklimatisiereten Zimmer mit einer vergilbten 9137 an der Tür.
Taschen ausleeren, Kamera raus: Rekapitulation der letzten Nacht.
Neonröhren am Eiffelturm, blauer Himmel über Arabien, Gutscheine für Playmate-Shows, zerknüllte Taxiquittungen, Fanshirts des Musicals „Evil Dead“. Letztere Punkte liefern Begründungen für fehlendes Bargeld und das Kunstblut überall.
Evil Dead

May the Forth, Star-Wars-Day, überstanden. Hello May the Fifth – Cinco the Mayo!

Cinco the Drinko – Burritos zum Frühstück, Magaritas für 3 Dollar am Pool. Die Wahrnehmung wird zunehmend unscharf. Verstärkt wird das Erlebnis beim Prosit der Gemütlichkeit zur amerikanischen Nationalhymne im Hofbräuhaus. Cheers. Der Rest des Abend verschwimmt zwischen Klackern der einarmigen Banditen und Showeinlagen.
Gambling

Alkohol und Münzgeklapper gibts am nächsten Tag vom MGM Grand bis zum Caesars Palace. Longdrinks bestellen, für 1 cent die Zahlen wirbeln lassen. Geldgewinne und Verluste halten sich die Waage, aber für den Alkoholpegel erhöhen ist das die beste Strategie. Trinken mit Stil an stillosen Maschinen. Vegas – der Urlaub vom Urlaub. Zwischendrin heißt es: Urlaub vom Urlaub vom Urlaub… Grand Canyon!
Grand Canyon

Nach 4 Tagen fliegt Brian gen Osten und wir satteln unsere 180 Pferde und machen uns auf den Westen zu erobern.

Bonus: Ein Prosit der Amerikanisierung.

Enjoy DER Fun at der Wienerschnitzel (http://www.wienerschnitzel.com/).

USA #5: The road to Vegas

Nach der unspekakulären Hollywood-Erfahrung lassen wir das Moloch Los Angeles zurück und machen uns Richtung Mexiko auf. Da uns die Boarder Patrol bereits kennt wird der Plan allerdings schnell verworfen… Unser südlichster Stopp ist somit das trockene San Diego, dass mehr Disneyland als Stadt ist. Da weder Zoos oder Legoländer was besonderes sind, schauen wir uns den zentralen Balboa-Stadtpark an. Nach dem dritten Gewächshaus und einem Fake Globe Theatre reichts damit aber auch schon.
Balboa Park
Beim ersten Essen mit Messer und Gabel seit langem (Flatrate-Salat-Essen im Olive Garden) beschließen wir besiedeltes Gebiet zu verlassen. Im Walmart noch schnell Campingzelt und Co gekauft und los gehts. Btw.: Danke Return-Policy: erstes Navi ist bereits ausgetauscht Outdoor-Kram folgt… Am Imperial beach von San Diego lassen wir uns noch schnell Pazifikwasser um die Füße spülen, bevor der Roadtrip gen Vegas startet.
Pazifik

Noch am gleichen Tag endet die wilde Fahrt in Julian – gerade mal 2 Stunden Fahrt von SD entfernt – im gebirgigen Rotwild-, Puma- und Waldbrandgebiet wird bei Couchsurfer Benjamin auf seiner Farm. Nach einer Nacht bei Hippies mit Hunden überwiegt die Freude 4 Stunden später schon unterwegs nach Palm Springs zu sein – nicht ohne vorher noch das Must-Do Shooting Range abzuhaken… Ex-Zivis an halbautomatischen Sturmgewehren und taktischen Schrotflinten – es ging gerade noch mal gut.
Zivis an Waffen

Am Ende des Tages gilt es in Palm Springs den Jaccuzzi noch auszutesten um u.A. die Schmauchspuren los zu werden.
Tagsdrauf betreten wir bereits Fledermausland.
Fledermausland
Nach dem Joshua Tree National Park und die Mojave-Wüste kommt Nevada immer näher. Nach 5 Stunden Steinen, Wüstenlandschaft, niedrige Speedlimits und vielen Oreos schlagen wir unser Wal-Mart-Zelt am Lake Meat am Hoover Dam auf.
Campen
Las Vegas ist jetzt nun nur einen Steinwurf entfernt. It’s gonna be legendary.

Roadtrip
Bonus #1: Pazifisten an Waffen

USA #4: Californication 1 South

Nach einem Zwischenstopp im Quality Inn in Monterey machen wir uns auf den Highway California Number 1 zu erobern.
Highway Number 1
Wir erleben eine kurvige Küstenpiste die 4 Stunden lang spektakuläre Ausblicke gewährt. Während des ersten Tagesroadtrip vernichten wir stilecht 30 Oreo-Kekse und trinken Arizona-Tee aus Dosen. Dankenswerterweise hat Amerika eine ganze Armada an Dixi-Häuschen am Highway verteilt…, sodass wir alles auch wieder wegbringen können…
Touristen

Am Ende der Fahrt haben wir auch wieder Handyempfang; leider hat unser Couchsurfing-Host uns aber per Internet kontaktiert. Nachts um 10 wollen wir die nicht mehr nerven und so steigen wir in Santa Barbara im etwas abgesifften Motel 6 ab. Am nächsten Morgen trinken wir leckeren Coconut-Roast-Coffee und klauen bei der Santa Barbara Roasting Company direkt auch noch etwas WLAN zur Tagesplanung. Nach einem Zwischenstopp bei Charlie Harper in Malibu, cruisen wir weiter Richtung Santa Monica Pier. Hier bekomme ich die neusten News aus München, da mir mein Arbeitskollege Markus über den Weg läuft. Die Welt ist ein Dorf.
Santa Monica Pier

Im Gegensatz dazu ist LA kein Dorf, sondern eine Ansammlung von Hochstraßen und Nachwuchsrappern. Wir machen für unser Nachtlager einen großen Bogen um die Problemviertel und crashen bei Couchsurfinghost Sam in Long Beach im Wohnzimmer. Mit ihm ziehen wir noch um die Häuser und erspielen Bierrunden beim Jenga-Turm bauen… Nach einem Mitternachtstaco (wie Mitternachtsdöner bei uns) gehen wir mit „It’s Always Sunny In Philadelphia“ schlafen und stehen damit auch wieder auf.

Hollywood
Bevor wir uns Richtung San Diego aufmachen, statten wir dem Walk of Fame und dem Hollywood-Hills noch einen Besuch ab. Kann beides nichts außer dass man permant von Flyerverteilern und Touranwerbern angebettelt wird oder Fotos mit dem schwarzen Batman machen muss.
War Batman schwarz?

Nach einem erfolglosen Versuch Essen aufzutreiben, bekommen wir einen Strafzettel von Officer Crisp („Offizier Knusprig“(!)) über 63 verdammte Dollar wegen Parkzeitüberschreitung. Wir ballen die Faust in der Tasche und verlassen den Großraum LA auf schnellstem Weg über die Car-Pool-Lane. Nur weg hier.

Nun mal sehen was San Diego und die Nationalparks Richtung Las Vegas können!

Bonus #1:
AirBnB Alcatraz: Geräumiges Zimmer mit Blick auf die Skyline von San Francisco.

Bonus #2: Parkticket entwerten in Amiland – eine Challenge.

USA #3: Going crazy around the Bay

Der Westcoast-Trip beginnt im mittelwarmen San Francisco. Die Stadt liegt bereits unter einen dicken Nebeldecke nachdem wir nach 6 Stunden Flug verspätet um 22 Uhr Ortszeit aus dem A330 steigen. Schnell ist der Mietwagen organisiert, auch wenn uns Farruk von Alamo ein etwas größeres Gefährt aufs Auge drückt…Den Dodge Durango tauschen wir einen Tag später gegen einen wesentlich effizienteren VW Tiguan ein. Danke amerikanischer Service. Trotzdem bringt uns das Schiff von SUV am ersten Abend sicher zu Grant in die Los Altos Hills.
Bei ihm und seiner Familie verbringen wir 2 Nächte im Haus mit Pool und Blick über das Silicon Valley. Sein cooler Vater hat im Berufsleben alles richtig gemacht und kann entspannt 8 Leute im Haus unterbringen.
Los Altos Hills
Trotzdem ist die ganze Familie „auf dem Boden geblieben“ und wir fühlen uns wohl. Grant macht mich in der Zeit mit seinen (BMW) Arbeitskollegen bekannt und nimmt sich sogar Zeit für 2 Trips nach San Francisco. So kommen wir in den Genuss von „Dim Sum“ – traditionellem chinesischem Essen/sozusagen Tappas; und dürfen ein bisschen das Hafenviertel bei Nacht erleben.
Hafen von SFO

Am nächsten Tag ist bereits Leslie zu der illustren Truppe dazu gestoßen
Die Truppe

und wir nutzen direkt mal die Carpool-Lanes aus und düsen zum Googleplex (Geek-Sightseeing)
Android

und dann zu den „erfahrbaren“ Sehenswürdigkeiten wie die Bayview-Aussichtspunkte, „Golden Gate Bridge“ oder die „Lombard Street“.
Golden Gate Bridge

Grant verlässt uns fürs Erste und wir checken im Mark-Twain-Hotel direkt in der Taylor Street in Downtown ein. Ein Hotel direkt neben einer Kirche für Obdachlose (die hier Pott rauchen und sich gelegentlich selbst im Schaufenster Witze erzählen), aber trotzdem in Laufweite zum Zentrum-Zentrum Union Square gelegen. Dort essen wir am nächsten Morgen vorzügliche Frühstücks-Burritos und nachdem Leslie einen Fahrradladen (Chrome-Store) besuchen musste, treffen wir dort auch wieder meinen USA-Arbeitskollegen Kyle und seine deutsche (und auch meine) Kollegin Christina zum Mittagslunch. Dank Facebook und Foursquare ist die Welt sehr klein geworden!
Am Union Square findet ein Harlem Shake statt…wir schließen uns den Internet-Memen und Hipstern an und fahren mit dem nächstbesten Bus nach „Haight“ – dem Hippie-/Hipster-/High-District von SFO.
Haight
Wir genießen das alternative Flair und bummeln durch die coolen Thrift-Shops und alternativen Hotspots, schauen durchgeknallten Druffies beim Pott rauchen zu und ich mache mit der Fotomenge sicherlich jedem Pseudoinstagrammer alle Ehre.
Nach einem Seafood-Diner planen gehts früh in Bett. Bald gehts ins Gefängnis!
Am nächsten Tag gehen wir nicht über Los sondern checken direkt auf der Fähre nach Alcatraz ein.
Recreation area
Die Insel ist begeisternd! Nicht nur war der „Rock“ ein weltbekanntes Hochsicherheitsgefängnis, nein inzwischen ist die Insel auch ein National Park und bevölkert von tausenden Möwen und Grünpflanzen.
Grüner Rock
Nachdem wir dem Fels entkommen sind, führen wir unsere Flucht im CableCar und zu Fuß fort. Nach einem Umweg über den Coit-Tower neigt sich der Tag bereits dem Ende zu. Wir beenden unsere San-Francisco-Reise mit einem In-n-out-Burger.
Satt verabschieden wir dann Leslie herzlich am Flughafen. Jetzt beginnt der Roadtrip! Nächster Stopp: California Number 1.

Bonus: Geld abheben in den USA

Bonus: Deutsche Schokolade ist hier allgegenwärtig.
Chokoläte

USA #2: On the R(h)oad (Island)

Nachdem Rhode Island uns nass kalt begrüßt hat, zeigt sich der kleinste Bundesstaat Samstags von seiner sonnigen Seite.

Sonniges Newport, RI.

Nach einem Full Size Breakfast bei Meldgies in Narragansett, meldet sich Dan zum Dienst in der Uni ab und wir machen uns auf die Socken nach Providence. Der wohl berühmteste Schriftsteller der Stadt, H.P. Lovecraft, liegt auf dem Swan Point Cemetry. Um ihm einen Besuch abzustatten muss man sich nur im Visitor Office des Friedhofs kompetent von einem Touchscreen beraten lassen, bekommt dann eine Karte ausgedruckt und kann dann mit dem Auto(!) zur entsprechenden Stelle auf dem Friedhof fahren. Murica!

Drive-Inn-Cemetry

Nach diesem kruden Erlebnis gönnen wir uns noch ein Ben-und-Jerry und schauen uns noch das State House an. Dann fahren wir schnell die 40 Minunten zurück nach Süden… Back in Little Germany verwerfen wir unsere Diner-Pläne und planen stattdessen einen späteren Ausflug zur Charlie Ows Sportsbar. Später betreten wir die Location, so wie auch ein guter Witz anfangen könnte: „Ein Amerikaner, ein Kanadier und ein Deutscher betreten eine College-Bar; der Türsteher mustert sie argwöhnisch von oben bis unten während…“ und so weiter… Drinnen erleben wir 6$-Bud-Light-Pitcher, Obamacare-als-Sozialismus-Bezeichner, Dicke-Amis-die-sich-nicht-anziehen-Könner, Alle-wie-Sportstudenten-Ausseher, 420-Tag-Nutznießer und in diesem Zusammenhang auch, wie die Universität von Rhode Island (URI) noch abgekürzt wird: „U R High“. Whatever. Fast nüchtern lassen wir das studentische Leben zurück und verabschieden am nächsten Tag auch schweren Herzens den bald nicht mehr „undergraduate“ Dan.

Bevor wir Rhode Island verlassen essen wir noch den besten Burger seit langem bei „Crazy Burger“ und schauen uns das Hafenstädtchen Newport an.

Auf dem Rückweg nach Philadelphia wollen wir eigentlich bei Meghan übernachten, aber erstens dürfen wir nicht (sagt der Freund) und zweitens wollen wir nicht (weil die Wohnung so siffig ist…). Wir steigen stattdessen in Danbury ab. Mal wieder halbanonym mit meiner abgelaufenen(!) South-Carolina-Drivers-Licence.

Am nächsten Tag vernichten wir leckere Bagel zum Frühstück:

und plündern mein Bank of America Konto um die letzten Bargeldreserven für die Tollroad nach Süden.

4 Stunden später könnne wir bereits bei unserem AirBnB-Kontakt Chad in seinem Keller absteigen. Gleicher Preis wie das Comfort Inn, allerdings mitten in der Innenstadt gelegen. Top.

Bevor wir in den Flieger nach SFO einchecken, zollen wir noch dem großartigen Rocky einen Tribut.

Rocky!

Jetzt gehts aber endlich ins warme California!

Bonus: Der große Getränketest

USA #1: Eroberung der neuen Welt

Nach einem hungrigem Flug mit US Airways (so wenig gabs noch nie auf einem meiner Langstreckenflüge) lassen Max und ich uns in Philadelphia erst mal zu Alamo shuttlen wo wir unseren Ford Escape Midsize-SUV entgegen nehmen. Die Karre hat alles außer ein Navi weswegen der nächste Stopp standesgemäß der Wal-Mart ist, bei dem wir uns erst mal das letzte noch verfügbare Garmin „ausleihen“ („you can return it in any US Wal-Mart for 2 weeks“). Da das Ding navigationstechnisch wirklich totaler Schrott ist habe erst Recht kein schlechtes Gewissen mit dem zurückgeben…
Nachdem das Teil mühsam aus der Blisterverpackung befreit ist, geht sie los die wilde Fahrt. Da es schon spät ist verschieben wir Sightseeing in Philly schweren Herzens und machen uns auf zum erstem geplanten Stopp bei Meghan in Naugatuck, CT. Der Jetlag macht uns einen Strich durch die Rechnung sodass wir auf halber Strecke in Newark im BestWestern absteigen. Praktischerweise liegt die Stadt auf gleicher Höhe mit New York City, weswegen wir den nächsten Tag für „New York in a day“ nutzen: ehrfürchtig staunen am 9/11 Memorial, erahnen der Freiheitsstatue von Weitem, bewundern einen schwarzen Straßenkünstler, werden wach dank Starbucks Dark Roast aus Pappbechern, mustern die Wall Street von außen, essen Burritos bei Chipotle, erleben ein Taxi von innen, nutzen im AppleStore Grand Central das WLAN für Facebook, lassen uns am Times Square berieseln und quetschen uns am Ende des Tages mit New Yorkern in die Subway…
U-S-A!
Nach dem ereignisreichen Tag habe ich runde Füße und will eigentlich nur bei Meghan irgendwo auf ner Couch crashen. Pech gehabt denn sie ist so verplant dass bei unserer Ankunft in Naugtuck das Haus dunkel ist und uns nur ein Schild „no jehovas witnesses“ begrüßt.
Nach 2 Stunden sinnfreier Warterei steigen wir in einem nahegelegen Comfort Inn ab und schieben die fehlende Anwesenheit von Meghan auf die sich überschlagenden Ereignisse im nahen Boston. Sie hatte einen Termin dort und aufgrund der „Manhunt“ auf die Marathon Bombenleger wurde die ganze Stadt mit einem „Lockdown“ belegt. Am Ende stellt sich raus dass Meghan wirklich nur verplant war, was wir nur mit vielem Kopfschütteln quittieren.
Am nächsten Tag setzen wir die Eroberung der neuen Ostküsten-Welt nach einem Frühstückszwischenstopp bei Panera Bread fort. An der Küste entlang geht es gen Rhode Island wo ich meinen Münchner-Ex-Ami-Mitbewohner Dan besuchen möchte. Nach einem Shopping Zwischenstopp im Tanger Outlet erreichen wir die windige und ziemlich nasse Küste bei Provedence, wo Dan sich mit „Little Germany“ (3 deutsche Mitbewohner) ein Strandhaus teilt. Er freut sich riesig dass wir kommen und hat direkt mal ein Party organisiert.
Little Germany
Nach einem durchzechtem Abend mit fettiger Pizza, Harpoon-, Corona-, und BudLight-Beer sowie diversen undefinierbaren Getränken aus gelben Plastikbechern, beschließen wir das Wochenende vor Ort zu bleiben und Sonntags unsere Rückreise gen Philly anzutreten.

US and A 2013

Meine temporäre Rückkehr ins gelobte Land nimmt Gestalt an! Meghan, Leslie, Dan, Grant und Brian – ich komme!

Um die Vorfreude zu vergrößern schaue ich mir immer das hier an:

Aktueller Plan:

Bring it!

Bye bye United States

Nach knapp einer Woche Sightseeing an der Ostküste geht mein Abenteuer USA nun endgültig zu Ende.

Donnerstags sortiere ich nicht nur meinen Tisch auf der Arbeit, putze mein Zimmer und packe meine Koffer, sondern ich muss mich auch schweren Herzens von meinen Arbeitskollegen verabschieden. DIe Zeit im BMW ITRC war echt super. Mit einigem Stolz kann ich sagen, dass sie sogar so super war, dass ich bald in München eine Stelle bekomme. Was sagt man dazu 🙂

Freitags gehe ich mit meinem Auto auf die letzte Reise. Frisch gewaschen und getankt wartet es jetzt auf den neuen Besitzer. Auf dass er noch viele schöne Stunden mit dem Oldsmobil haben möge!

Mit einem vollgepackten Minivan geht es dann Mittags endgültig „on the road“. Bye bye Farm, bye bye South Carolina.

Der Weg nach Boston ist verdammt lange, aber nach diversen Gesetzesübertretungen in Form von offenen Bierdosen im Auto und einer durchzechten Nacht in einem Super 8 Motel, erreichen wir dann nach 17 Stunden Fahrzeit Samstags Abends endlich das Haus von Meghans Freund in Melrose.

Meghan ist auch eine ehemaligen Praktikantin und hat mich schon Anfang März in SC zurückgelassen. Umso schöner fand ich es, dass wir uns noch mal in ihrer Heimat treffen konnten. Die Tage in der Stadt gehen wie im Flug vorbei. Dank unseres verplanten Tourguides sehen wir Ecken von Boston, die wir gar nicht eingeplant hatten ;).

Egal. Ist ne sehr schöne und alte Stadt und auf jeden Fall sehenswert. Vorallem war ich jetzt mal in Harvard und am MIT ^^. Der Bostontrip endet mit einem Baseballspiel der Red Sox (laaaangweilig) und einem halbstündigen Feuerwerk über dem Hafen.

Hätte doch echt nicht sein müssen. Nur weil ich nach Hause fliege….(könnte natürlich auch mit dem Independence Day zusammenhängen ;-)).

Fotos: http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/242297

Dienstags lassen wir Boston zurück und machen uns auf den Weg in das Moloch New York City.

Ist immer noch genauso heiß wie bei meinem letzten Besuch 2007 und länger als ein paar Tage werde ich es nie dort aushalten. Auch in NY treffen wir einen ehemaligen Praktikanten von BMW Spartanburg. Louis führt uns zielsicher durch Chinatown und Little Italy und zeigt uns auch neue Ecken von New York (so z.B. der Highfield Park).

Louis verabschiedeten wir bei einem Feierabendbier, dass wir sogar in einem Biergarten trinken dürfen. Es geschehen noch Wunder…

Fotos: http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/242302

Nach 2 exzessiven Sightseeing Tagen plage ich mich noch ein letztes Mal mit meinen 2 Koffern ab. Jetzt wo diese eingecheckt sind und ich kurz vorm Boarding bin, werde ich doch etwas melancholisch. War das eine geile Zeit hier. Ich werde es vermissen und immer gerne dran zurückdenken. Vielleicht besuchen mich ja einige meiner neuen amerikanischen Freunde mal in Deutschland. Bye Bye.

Update: Bin gut gelandet und wieder ins Wohnheim nach Karlsruhe gezogen. So schnell ist man wieder im Altagstrott drinne 🙁 .