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Kategorie: Mexiko

St. Luis Podosí. Pascua tradicional.

Ein letztes Mal Koffer auspacken heißt es in St. Luis. Hier wohnen Jörg und seine Freundin, die beide das neue BMW Werk in Mexiko mit aufbauen. Die letzten Tage der Reise fallen auf die Osterfeiertage und somit haben auch die Kollegen arbeitsfrei. Trotzdem lasse ich mir nicht die Gelegenheit entgehen, die Baustelle selbst zu besichtigen. Wenn ich schon mal da bin… Nach dem staubigen Ausflug in die Wüste vom Werk planen wir für Abends einen Ausflug in die Stadt. St. Luis ist typisch mexikanisch und hat einen kleinen ansehnlichen Stadtkern mit vielen Kirchen.

Das Stadlogo und meine lieben Gastgeber.

Das eigentliche Highlight des Abends ist aber die Karfreitagsprozession. Im Dunkeln und verhältnissmäßig Kalten sitzen wir an der Straße und lassen zwei Stunden zig Kapuzenträger vorbeiziehen. Der Umzug stellt die Leidensgeschichte Jesus dar, geht aber für meine Verhältnisse viel zu lange und mit der Institution Kirche kann ich sowieso nicht soviel anfangen. Trotzdem mal sehr interessant zum sehen und wohl das Event der Stadt.

Anonyme Büßer beim Karfreitag.

Am nächsten Morgen brechen wir früh in Richtung Real de Catorce auf. Eine alte Silberminenstadt die in der Expat-Mundpropaganda als Geisterstadt besprochen wurde.

Wüstenstadt im Gebirge: Real de Catorce.

Die Vorstellung und Wirklichkeit klaffen dann doch etwas auseinander. Der Ort ist bereits 50 km vorher ausgeschildert und nach einem Stau auf ner Kopfsteinpiste, einer abenteuerlichen Fahrt auf einer Pickup-Ladefläche durch 2 km Tunnel und einer Menschenmasse auf ’nem Ramschmarkt ist man etwas ernüchtert.

Das mexikanische Taxi.

Wir machen das beste draus und erkunden die ehemalige Geisterstadt zu Fuß. Nach der nicht erfolgreichen Suche nach einer Dachterrasse mit Bier landen wir in einer vorzüglichen Pizzabäckerei, was uns etwas freundlicher stimmt.

Wo ist hier das Bier?

Nach einem kurzen Meet’n’Greet mit anderen Expats treten wir die 3h Fahrt zurück nach SLP an. Back in the hood packe ich meine Koffer bevor es um 3.30 in Richtung Aeropuerto Mexiko-Stadt losgeht.

Wieder geht ein Roadtrip durch unbekannte Ecken der Welt zu Ende. An viele Erlebnisse werde ich gerne zurück denken.

Salud. Auf einen gelungenen Urlaub.

Hasta luego Mexiko. Adiós Reisekompagnon Jörg. Bis 2019 wieder in good old Germany.

Guadalajara. Todo es sobre el tequila.

Nach der entspannten Experience in der Frühlingspause lautet die zweitgrößte Stadt Mexikos unser Ziel. Wir schlagen unser Lage im historischen Zentrum auf. Alles in Laufweite und vom Look wie viele mexikanische Städte.

In einem armen Land muss jeder irgendetwas können. Macht nachdenklich.

Zum Abendessen und für das Nachleben müssen wir dann zwar das Uber bemühen, trotzdem glauben wir einen authentischen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Wichtiger ist die geographische Nähe zum Örtchen Tequila, das der einzige Herstellungsort von orginal Tequila ist. Mit Pacos Musicalbus geht es hin- und zurück.

Das Stadtwappen ist als Fotomotiv begehrt.

Er führt und in die Besonderheiten des Tequilas ein und füllt uns nebenher massiv ab.

Wir lernen viel über die Herstellung und die Menge der Destilliervorgänge und den Geschmack der damit einhergeht.

Nach einer Mittagspause um touristischen Zentrum Tequilas verpennt die Reisegruppe die Rückkehr.

Route mit tollen Ausblicken.

Wir genehmigen uns noch ein Feierabendgetränk und einen feudalen Burger und planen die letzte Etappe Richtung St.Louis de Potosí.

Puerto Vallarta. Vacaciones de primavera.

Diverse Collegewebsites versprechen uns dass in Puerta de Vallarta Mitte März das amerikanische Spring Break einen seinen Höhepunkte ansteuert. Aufgehypt buchen wir uns schön 3 Nächte im Grand Pelicanos neben den ausgebuchten Bettenbunkern mit den Studenten und peilen Vollgas an.

Wo sind nur die Studenten?

Das All-Inclu-Hotel hält was es verspricht und versorgt uns perfekt mit Buffet und Cubas am laufenden Band…nur diese Frühlingspause will nicht richtig durchstarten. Obwohl einige Amis abhängen ist der Familienanteil doch wesentlich höher und anstatt Schaumparty am Pool bekommen wir Schnee am Strand angeboten…Life is life.

Auch am Strand ist Unterhaltung geboten.

Wir machen das beste draus und nutzen die Abende um mal die Clublandschaft auszuchecken (Prädikat: Anders) und bei allen Events die Open Bar wahrzunehmen. Zur Abwechslung buchen wir noch eine ATV-Tour, die uns den ersten Vorgeschmack auf die Tour nach Tequila gibt.

Auf der ATV-Tour gibts einen Drink.

Nach den 3 Tagen sind wir tiefenentspannt und bereiten uns seelisch schon auf die zweitgrößte Stadt Mexikos, Guadalajara, vor.

Die kurvige Route durchs Hinterland.

Lázaro Cárdenas. La casa de la playa.

Nach einem Stopp in Uruapan, einmal um uns von schwer bewaffneten Police federal uns nach  Drogen filzen zu lassen und einmal für mehr Pyramiden, Wasserfälle und Burritos, heizen wir die kurvigen Traumstraße in Richtung des Pazifik.

Pyramiden bei Tzintzuntzan. Mit rituellem Morgengebet.

Bevor wir weiter fahren gibts noch einen Offroad-Zwischenstopp um unser Kampfgewicht des BMW zu verbessern. Mehrere Biere müssen dran glauben.

Offroad-Stop mit dem Alle-Welt-Auto.

Beim Selfie bei 40 Grad schmelzen unsere letzten Hirnzellen dahin und selbst mit 3 Smartphones finden wir unser Ziel nicht. Erst die Lichthupe von Calitos lässt uns von der Autopista zum Strand und unserer Booking.com-Unterkunft abbiegen. Nach einem Walmart-Stopp tindern wir uns Gesellschaft ins Beachhouse, sind aber nicht erfolgreich. Stattdessen müssen wir den ganzen Tag Pool liegen, Bier und Wein trinken und uns von den redseligen Hosts zulabern lassen. Es könnte schlimmer aber auch besser sein. Wir erfahren von der Lebensgefahr, die von Thornon, dem Besitzer des Bungalows ausgeht. Alles seine Liebschaften sind nach zu viel „buttom up“ traurigerweise gestorben. Too much for information für uns. Wir nehmen die Einladung zum Abendessen trotzdem an, was einerseits unsere Burgerpattys verwaisen lässt, andereseits uns starke Magenbewegungen in der Nacht verschafft. Fried chicken und Geistergeschichten waren so nicht auf unserem Abendplan…

Bier vor 4. Am Strand.

Am nächsten Tag brechen wir schnellstmöglich unsrere Zelte ab, können eine warme Umarmung aber nicht vermeiden. Wir schalten in SPORT und brettern von dannen. Auf dem Weg nach Manzanillo bekommen wir schon wieder heiße Nüsse am Straßenrand angeboten und weil wir wohl nicht wie Narcos aussehen, passieren wir auch ohne Probleme die kriegsähnliche Straßensperre. In Manzanillo buchen wir direkt 3 Tage Spring Break um uns unserer Hetereosexualität rückzuversichern…

Zum Strand mit viel Cuota-Strecke. Wir fliegen mit 160 km/h.

Uruapan. Hacia lo salvaje.

Von Morelia geht’s nach einem angemessenen Huevos Rancheros Frühstück etwas planlos gen Westen. In Uruapan schauen wir uns den lokalen Nationalpark an, der eigentlich ein Stadtpark rund um die städtische Wasserversorgung ist, und finden die künstlichen Wasserfälle doch eigentlich ganz nett.

Mittagsnack.
Testballon Grubenfeuer de Coco. Nicht sehr lecker…

Um den angebrochenen Tag weiter gut zu nutzen, lautet unser nächstes Foursquare Ziel El Pacinio, ein Vulkan mit Stadt unter Lavafeld in der Nähe. Leider eignet sich unser 3er nicht unbedingt für die Dirtroads von Angahuan und Umgebung. Nach 2 Stunden suchen, fragen, wandern und bewundern (die traditionellen Dorfbewohner) brechen wir den Versuch ab und fahren retour.

Schrittziel erreicht.
Planlose Wanderung zum Volcán Paricutín. Ohne Erfolg.

Nicht ohne noch einmal umzudrehen und den gleichen Polizisten erneut nocheinmal dumm nach dem Weg zu fragen. Er antwortet mit dem Namen des Ortes und schickt uns von dannen.

Offroad-Test erfolgreich.
Das traditionelle Angahuan.

Wieder mit Vollgas und gegen alle europäischen Geschwindigkeitsbegrenzungung oder Verkehrsregeln, aber auch wieder mit Zeitgewinn vor dem Navi. Nach einer kleinen Sightseeingtour durch Morelia uns einem Ahachwrra Abendessen, fallen wir satt und erschöpft ins Bett.

Das historische Morelia.

Teotihuacán. Las pirámides.

Etwas Jetlag beeinflusst brechen wir bereits um 7.30 unsere Zelte im Stadtteil Polanco ab und fahren im Strom der Berufspendler gen Nordosten. Teotihuacán lautet unser Navi-Ziel; wir fahren aber sehr bald nur dem „Piramides“-Schildern hinterher. Das Ziel enttäuscht uns nicht; ein gigantisches Areal mit Pyramiden aus 2400 v. Chr. legt sich uns zu Füßen.

Das gigantische Areal.

Fantastisch um eine Brotzeit einzulegen. Weniger fantastisch da sich auch zur frühen Stunde sich die Mexikanermassen die große Pyramide hochschieben. Egal. Wir genießen die Kultur und blenden das dauernde Gepfeife und die Jaguarrufe (spezielle Pfeifen) aus…

Überall ist etwas geboten.

Den Rest des Tages vertreiben wir uns mit dem scenic drive nach Morelia.

Feierabendbier mit Blick auf das Centro von Morelia.

Ein kleines aber pittoreskes Städtchen das uns zwei Nächte beherbergen wird.

Ciudad de México. La capital.

Nach einem entspanntem Direktflug LH 520 von München nach Mexiko geht’s in der Hauptstadt vom Gate E03 in Jörgs 3er und zu unserer AirBnB-Butze. Nicht ohne uns bereits das erste Mal über den mexikanischen Arbeitsmarkt zu wundern…so wird uns am Selbstbedienungsautomat das Parkticket abgenommen und fachmännisch in die nächste Maschine gesteckt sodass die Schranke aufgehen kann… ABM… Nach einer Powershower brechen wir morgens um 7.30 dann auch schon wieder gen City-Sightseeing auf.

Mexiko-City ist sehr grün!
Turm Latinoamerika mit Stadtleben.

Mit dem Touribus geht es durch die Sonntags angenehm autofrei Stadt und zwischendrin gibts für mich Kaffee und die ersten Mexi-Snacks wir zB Churros oder Quesadillas.

Für Touristenunterhaltung ist gesorgt.

Nach einem Abstecher auf dem Plaza de Constition und nach mehreren Bieren und Longgdrinks gehts wieder von der Servicewüste Bar zurück in die Unterkunft. Dort treiben uns die Hinterlassenschaften der beiden ansässigen Hunden bald wieder heraus…

Straßenküche ist alltäglich und ziemlich lecker.

Nach einem vorzüglichen Steakabendessen geht der lange Jetlag-Tag für mich endlich zu Ende…