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Kategorie: Portugal

Averio

Das Venedig Portugals beherbergt uns für eine Nacht und ist ein kleiner Geheimtipp für ein paar nette Stunden in einer überschaubaren Stadt.

Diese ist noch von der Salzgewinnung und den zugehörigen Transportkanälen geprägt, hat aber die Innenstadt herausgeputzt und herzensgute Bewohner betätigen sich heute in der Tourismusbranche.

Wir verbringen eine gute Zeit mit einigen Espressos, gutem Gelato und einer kurzweiligen Bootsfahrt durch den Ort. Cool!

Porto. Am Besten im Panorama.

Wie der Titel dieses Beitrags lässt sich leider das Erlebnis der Metropole im Douro-Tal zusammfassen.

Ein tolles Gesamtbild.

Seitdem die Stadt Weltkulturerbe ist, seitdem sie mal Kulturhauptstadt Europas war, seitdem Ryanair den Massentourismus bringt und seitdem das neue Fußballstadion gebaut wurde…sollte man meinen dass der Lack wieder dran ist. Doch augenscheinlich gilt dies vorallem nur für die bekannten Panoramen uns Insta-Storys von der Louis-I-Brücke.

Keine Insta-Story aber auch schön.

Wir erlaufen die Hügel und Sehenswürdigkeiten der Stadt mehrfach und sind immerwieder verwundert, was die Touris an Portwein finden, warum man für 14€ eine tolle und sechs langweilige Brücken mit dem Boot befahren soll und warum man sich zwei Stunden für eine Treppe in einer Bücherei anstellen sollte.

Keine Bibliothek aus Harry Potter aber auch schön.

Man findet auch so sehr nette Orte, günstige Snackbars und leider allzuoft Bausünden der Vergangenheit sowie baufällige, unrenovierte Fassaden, die auf Grund des Welterbestatus verfallen (dürfen).

Porto wie es ist.

Sehenswerte Innenräume sind entweder massiv überlaufen weil sie ein altes Café sind oder weil sie heute ein McDonalds sind und ein altes Café waren…

Das ehemalige Café Imperial im Zentrum.

Alles in allem sind wir von Porto enttäuscht und können trotz der tollen Walking-Tour. dem fantastischen Wetter und den vielen Empfehlungen die Euphorie nicht ganz nachvollziehen.

Nachts sind alle Städte schön.

Gute Stadt, vielleicht mal wieder, aber nicht bald. So lässt es sich gut zusammenfassen.

Portugals wilde Küsten.

Die Westküste unsres kontinentalen Europas ist bekannt für große Wellen, schroffe Felsen und steife Brisen. Bei unserem Besuch kommt noch strahlendes Wetter hinzu, was das Erlebnis noch etwas intensiver macht. Ich liebe große Naturpanoramen einfach und kann nicht genug davon bekommen.

Cabo da Roca.
Abendstimmung.
Die großen Wellen bei Nazaré.
Die ganz großen Wellen bei Nazaré.

Sintra. Life of the rich and famous.

Was macht man Ende des 19. Jahrhunderts als steinreicher Textilhändler der Oberschicht? Genau – man sucht sich gleichgestellte, privilegierte Retro-Donald-Trumps und zieht zum architektonischen Schwanzvergleich nicht in die Hollywood-Hills sondern in die Berglandschaft um Sintra.

Kein Golfclub aber auch amtlich.

Dort steht zwar schon eine olle Mauer aus Muselmanns-Zeiten aber die übertrumpft man locker durch Traumschlösser in allen Farben, mit Lustgärten zum Schwadronieren und Verlieren sowie architektonischen Ergüssen, die inzwischen zum Welterbe und zum Zeugnis der Vergänglichkeit von materiellem Reichtum geworden sind.

Ich bau mir die Welt…

Heute bestaunt alle Welt, wie man sich damals alle Welt vorgestellt hat.

…wie sie mir gefällt.

Das Lustwandeln ist heutzutage eher ein Lustschieben und die moderne Kutsche hat keine prächtigen Pferde mehr, sondern kommt als elektrisches Tuk-Tuk daher, das sich vorallem durch die zugige Fahrt und die ungenierten Kutscher hervorhebt.

Die Kutsche des 21. Jahrhunderts.

Wie sich Zeiten ändern…

Lisboa – Fado, Footbal & Fatima

Im Herbst wird Portugal unsicher gmeacht und nach einer etwas abtenteurlichen Anreise über Frankfurt landen wir mit Ryanair bei schönsten 25 Grad in der sonnigen Hauptstadt Lissabon.

Abendstimmung von einem der vielen Aussichtspunkten.

Eine lebendige Stadt, die trotz Kreuzfahrttourismus und Billigflügen ihren Charme und Reiz nicht verloren hat. Unsere Tage im Zentrum verbringen wir mit viel Walking Touren und kulinarischen Ausflügen in die Welt der Meeresfrüchte, Eisenbahnromantik und Pastel de Natas.

Eisenbahnromantik mit Lisboa-Card.

Dazu lernen wir viel über gestrige, vorgestrige und royale Gründungsgeschichte des Seefahrerlands auf der iberischen Halbinsel. Highlight der Tage ist das echte Erleben des unzerstörten Stadtviertels von Alfama (siebzehnhundertdrölf nicht vom Erdbeben, Tsunami und anschließenden Feuern zerstört) – echtes Lisboa-Leben das langsam von explodierenden Immobilienpreisen und aufpoppenden Hostels und AirBnBs verdrängt wird. Schade!

Alfama – ehemals jüdisch und muslimisch geprägt.

Enttäuscht hat mich Bélem, das hauptsächlich aus langen Touristenwarteschlangen vor allem besteht. Lange stehen vor einem Kloster, lange stehen vor einem Aussichtspunkt aus der Zeit der Salazar-Diktatur, lange stehen vor dem überbewerteten Turm von Belém, lange stehen um geheimnisvolle Spezial-Natas zu essen; wir sparen uns alles, gehen stattdessen in eine lokale Snack Bar und düsen am Ende des Tages mit Bus und E-Scooter schnellstmögliche wieder gen Innenstadt.

Frisco – bischd du‘s?

Unter der Brücke des 25.April genießen wir Start-Up-Atmosphäre und fühlen uns wie an der Westküste eines anderen großen Kontinents.

Zufällig reingestolpert, voll genossen.

Nach einem Abend mit elegischer Fado-Musik garniert mit vielen kanadischen, australischen und amerikanischen Mitessern beschließen wir Lissabon.

Montags holen wir nach nur 2 Stunden Papierkrieg auch schon den Fiat 500 ab und düsen gen Sintra. Wie Disneyland ohne Mickey dafür mit Pedro und Joan…