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Kategorie: Segeln

Segeln Κυκλάδες. So nice.

Vor den Wiesn ist nach dem Festivalsommer, d.h. Kraft und Sonne tanken ist angesagt um die 5. Jahreszeit Münchens gesund zu überstehen.
Wie auch 2016 findet sich im Frühjahr 2017 eine Crew zusammen, die sich für einen Segelturn begeistern lässt. Ist erst mal die Crew und das Reiseziel gefunden organisiert sich der Rest fast von selbst. Unsere liebe Mel mietet die „Lucky Dice“, wir reisen nach Athen, verbringen dort noch 2 Sightseeing-Tage, kaufen den örtlichen Lidl leer und schon ist es Sonntagmorgen und das erste Ablegeradler ist geleert.

Sightseeing auf der Akropolis

Genauso schnell wie die lange Vorbereitungszeit ist der Segeltrip durch die Inselwelt der Kykladen dann auch schon wieder vorbei. 7 Tage blauer Himmel, Sonnenschein 28°C und ein leichter bis segeltauglicher Wind liegen am Ende hinter uns.
Hafenidylle beim Ablegen auf Paros.

Es gab keinen Streit oder sonstigen Disput, trotz der Vollbesetzung mit 11 Personen, wir bekommen so gut wie alle Vorräte pünktlich zum Verlassens des Boots geleert und jeder geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge von Bord. Lachend wenn jeder sich an die schönen Stunden zurückdenkt, die wir zusammen auf dem Boot verbracht haben, sei es beim gemeinsamen Segeln, dem gemeinsamen Kochen oder dem gemeinsamen Abendprogramm.
Chillout-Mode

Weinend wenn jeder daran denkt, dass wir in dieser Konstellation so schnell nicht wieder zusammen kommen und auch Griechenland und die verträumten Häfen und kleinen Restaurants so schnell nicht mehr mit einem Besuch unsererseits rechnen können.
Alles in allem ist die Sommerbräune wieder hergestellt, die chilligen Tage tun dem Gemüt gut und eine Pause vom #jetsetlife begrüßt jeder auch gerne.
Die Crew.

Und jetzt gilt es den nächsten Trip zu planen!

Ahoi Adria!

Als Verschnaufpause nach den Festivals und vor der Wiesn steht Anfang September noch der lang geplante Segelturn rund um die Inselwelt bei Split an. Für mich beginnt der Turn auf Grund eines Familienfests etwas verspätet, aber mit vergleichsweise entspannter Anreise von Stuttgart per Flieger nach Split und per Taxi zum Boot. Die Woche ist für mich weniger Segelaction sondern mehr verschnupft auf Deck, unter Deck oder im Wasser in der Sonne bruzeln und pennen.

Piraterie auf der Adria.

Von Segel raffen, Halsen, Wenden, Achtern und gut Kochen haben meine Mitsegler sowieso mehr Ahnung als ich.Dafür bin ich für die Fotodoku, gute Laune, Matratzen horchen, Abspülen und Biervernichtung zuständig. Eine sinnvolle Arbeitsteilung.
Hart am Wind und stark am Glas.

Die Woche ist viel zu kurz und bei gemütlichen 5-10 Knoten lebt es sich entspannt entschleunigt an Bord unseres Bavadria-Kutters. Ausfälle durch Seekrankheit sind nicht zu beklagen, auch wenn wir am stürmischen Dienstag nah an der Grenze daran sind. Skorbut auf Grund Vitaminmangels wird erfolgreich durch Paletten von Gösser-Radler vorgebeugt.
Schräglage bei bestem Wetter.

Und dem Lagerkoller auf dem Boot lässt sich gut durch einen Dingi (Beiboot) Ausflug an Land (Eisausflug) oder zu einem der Nachbarboote (Schnapsausflug) entgehen.
Buchteln.

Vom Trip nehme ich einiges an neuem Segelvokabular, keinen Sonnenbrand und tolle Eindrücke von Buchten und kleinen Städtchen, u.A. Hvar, mit. Zum Abrunden gibts am letzten Tag noch ein bisschen Landratten-Sightseeing in Trogje und Split – beides sehenswerte Städte mit King’s Landing-Feeling.
Trogje.

Mein Fazit: Mitsegeln – ausprobiert und für gut befunden. Wird wiederholt.
Abschiedsblues.

Videos sind auch mehr als genug entstanden:

Arrr.