Zum Inhalt

Marعc#s_Blog Posts

Redneck-Wochenende

Um dem amerikanischen Lebensstil gebuehrend zu begegnen leben wir das Wochenende wie der Durchschnitssuedstaatler. Nachdem wir uns Freitags bei Popcorn und Diet Cola „Sanctum“ im IMAX 3D reingezogen haben, beginnt Samstags der eigentliche Spass. Wir besuchen eine Gunshow! Nein, hier werden keine Messer geworfen oder Schwarze von Baumwollfeldern vertrieben, aber es kommt schon nah dran. Nachdem wir der amerikanischen Waffenlobby, namentlich der NRA, 5$ „spenden“ bekommen wir Einlass in die Hoehle des Loewen. Diese Hoehle ist eigentlich eine alte Fabrikhalle und randvoll mit Waffen… Es gibt alles zu kaufen und man bekommt alles verkauft. Von der halbautomatischen Handfeuerwaffe ueber antike Revolver bis hin zum Stand-MG – es gibt wirklich alles…

Nachdem wir uns intensiv mit Schrotflinten und Hinterlassenschaften es Dritten Reichs (die Suedstaatler lieben alle Deutschen – und zwar nur wegen Adolf und den Nazis…) beschaeftigt hatten, haken wir diesen To-Do-Punkt auf der Liste ab und erklaerten insgeheim alle Einheimischen fuer wahnsinnig. Nachdem wir auf der Autoauktion nebenan fast ein 75er Chevy Cabrio fuer 3000$ kaufen, machen wir uns auf zur ShootingRange.

Dort wollen wir unsere nicht-gekauften Waffen austesten. Leider hat irgendeiner beschlossen Ladenoeffnungszeiten einzufuehren, sodass wir vor verschlossenen Tueren stehen. Naja dann muss das rumgeballere halt noch warten. Die Abendplanung sieht vor, wieder als Siemens-Manager getarnt einen Club zu besuchen. Nachdem wir uns im Walmart mit Bier eingedeckt haben (und nebenbei wie der Durchschnittsamerikaner auch nur mit den Elektrobuggys durch den Markt heizen),

kommen wir im Club an. Wie es sich gehoert, begruesst uns der Clubmanager persoenlich und schmeisst erst eine Runde Bier. Da man dort am 12 sowieso sein eigenes Bier mitbringen darf, ist dies das erste und letzte Bier auf die Rechnug des Clubs.. Unsere Devise ist hier weiterhin: Zielsicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit. So leicht ist man hier VIP!

Um wenigstens ein bischen Dampf abzulassen, ballern wir am naechsten Tag gegenseitig mit Farbkugeln ab.

Ist Paintball in Deutschland noch als eine Art Sport angesehen, ist es in den USA ganz klar ein Kriegsspiel. Wir spielen Capture the Flag, Haeuserkampf im Nahen Osten, Haeuserkampf im Ostblock, Sturm auf die Normandie und Woodland. Macht trotzdem richtig Spass und die blauen Flecken halten sich in Grenzen.

Mit einem halben Kilo T-Bone-Steak beenden wir das Leben als Durchschnittsamerikaner Sonntag Abends.

Mehr Paintball-Fotos unter http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/224607

Was kostet die Welt?

15 Dollar! Soviel haben wir fuer eines der Topspiele der NBA bezahlt! Dallas Maveriks vs. Charlotte Bobcats. Die Dirk Novitzki Einmannshow  war beeindruckend. Am Ende hatte Dirk alleine 31 Punkte erziehlt und damit fast doppelt soviele wie seine Teamkollegen (von den Bobcats gar nicht zu reden). Da wir uns auch nicht mit dem zweitbesten zufrieden gegeben haben, verwaisten unsere billigen Plaetze waehrend 3 von 4 Quartern. Wir machten es uns derweil in der „Founders Suite“ bequem. Doch Luxus hat seinen Preis. Auf Grund der etwas schlechten Sichtverhaeltnisse entschlossen wir uns nach einen weiteren Quarter erneut den Block zu wechseln. Im 103 Block konnten wir fast in die Defense der Bobcats eingreifen…

Der Abend entwickelte sich stilvoll weiter. Nachdem wir, auf Grund unseres gepflegten Aeusserens und des zielstrebigen Auftretens, unsere VIP Baendchen fuer den teuersten Club der Stadt foermlich aufgedraengt bekamen, werteten wir diese Location durch unsere pure Anwesenheit sehr auf.

Da uns 200$ fuer eine Flasche Wodka dann doch zu billig erschienen, wandten wir uns dem guten hollaendischen Bier zu, das uns die neidischen Blicke einiger 22-jaehrigen Bacheloretten einbrachte. In unserer unendlichen Guete erbarmten wir uns, ihr vor dem Bund der Ehe noch einige Dinge in Sachen Junggesellenabschied beizubringen…

Am naechsten Tag wurden wir von Planungen zum Super Bowl foermlich ueberrannt. Nachdem sich ueber Gesichterbuch einige Leute einfach mal selbst zum Spiel eingeladen hatte, mussten wir diesem amerikanischen Sportereignis 4 Stunden unserer wertvollen Freizeit ueberlassen. Das Spiel war langweilig, die Regeln kapiere ich noch immer nicht und das einzig gute waren die Werbepausen. Sogar fuer BMW South Carolina wurde Werbung gemacht!

Mehr Fotos unter http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/223681

Stimmung: Busy.
Wetter: Nasskalt, keine Sonne mehr

Dumm lebt sichs auch gut

Von der Arbeitgibt es zur Zeit nur relative unspektakulaere Dinge zu berichten. Mein erster Entwurf fuer mein Expose steht (danke an Stefan fuer den netten Input), mein Thema ist immer noch nicht klarer definiert, mein Betreuer antwortet auch nach einer Woche noch nicht auf meine E-Mail und wenn ich noch weiter recherchiere ersticke ich in einem Berg von Information (in der IT-Welt wird taeglich das Rad neu erfunden – schrecklich). Wenigstens habe ich dank meiner Thesis irgendeine Beschaeftigung auf der Arbeit. Die ganzen amerikanischen Praktikantenkollegen vertreiben sich die ganze Zeit mit Filme schauen – unglaublich…Nach der Arbeit versuche ich jetzt 2x die Woche wenigstens ins Fitnessstudio zugehen, mal kucken ob ich das durchhalte.

Letzten Freitagfand nun die erste Party auf der Farm statt – die Location schlechthin weils keine Nachbarn, genug Platz und nen Tischkicker gibt. Ausserdem wohne ich dort,d.h. der kurze Weg ins Bett ist mir sicher 🙂. Die Party war wie man sich ne Ami-Party vorstellt.

Wir haben Burger gegrillt, ganz viel Budweiser aus Dosen getrunken,mit Collegemaedels aus roten Bechern irgendwelches undefinierbares Zeug runtergekippt und Wobble getanzt. Wobble? Ja das haben die Schwarzen hier im Blut.Ein Lied und im Club gehen alle drauf ab. Ist man weiss hat man es schlichtweg nicht im Blut…aber man kanns mal probieren.

Ne aehnliche Sache ist LineDance – total populaer hier in den Clubs – erinnert mich an Macarena auf Rihanna…

Samstags haben Julian und ich uns dann mal nach Atlanta aufgemacht. Alle anderen waren natuerlich schon dort (sind ja schon laenger hier). Ganz ehrlich – wenn man in Amerika ist sagt man nicht „hey Atlanta – da muss ich unbedingt hin…“ Und ja –es lohnt nicht wirklich. Was gibt es zu sehen? Ein ganz nettes Aquarium und die Coca-Cola-World. 

Dort kann man Fischekucken oder ganz viele widerliche Limonaden testen…

Krass in Atlanta ist,dass es fast nur Schwarze dort gibt. Ich bin noch nie U-Bahn gefahren und war der einzige Weisse. Hier kann man es erleben. Nicht dass das schlimm ist oder so, aber wenn hier in der Daemmerungszeit dann noch die ganzen Leute ablungern oder mit ihren Pimpkarren rumfahren, kommt man sich schon etwas komisch vor…

Gelernt habe ich aber eins an diesem Wochenende. Der Film „Idiocracy“ ist keine Science-Fiction. Wenn das hier soweiter geht wird es so enden. Die Leute hier sind teilweise so doof, das isteinfach unfassbar… Hier mal ein paar Beispiele:

      Beim Tischkicker sind die Ecken nicht abgerundet – ergo – Ball bleibt im Eck liegen Die amerikanische Loesung lautet: Einfach mal 3 Torwaerte ins Tor stellen…

      Wal-Mart-Sortiersystem:Erst das Obst, dann die Fruestueckssachen, dann Postkarten, dann Torten, dann Waschmittel, dann wieder Lebensmittel wie Kaese und Tuetensuppen.

      Im McDonalds redet der Bestellschalter nicht mit dem Ausgabeschalter. Man sagt einfachwas man bekommt (so leicht bekommt man auch Getraenke wenn man keine bestellthatte…)

      In Atlanta werden Discounts nicht abgesprochen. Wir sind einfach zur Coca-Cola-World gegangen und haben gesagt, dass die im Aquarium gesagt haetten, dass wir einen Rabatt bekommen – zack – schon haben wir den Rabatt…

       Mit dem amerikanischen Fuehrerschein kann man sich problemlos als Amerikaner ausgeben, da keiner nach Wohnort oder irgendwas fragt (und so z.B. eine Schrotflintekaufen)

       Mitdem deutschen Fuehrerschein kann man sich als Alles ausgeben (z.B. als Managerum einen Rabatt zu bekommen (hey I’m german).

      Ampeln die hintereinander angeordnet sind werden nicht synchronisiert. Schaltet die eine auf gruen, schaltet die Ampel 10m weiter auf rot…

      Fuer die Amerikaner besteht Deutschland aus Autobahn und Bier. Nichts anderes. Geographisch sagt selbst Ramstein (die groesste amerikanische Militaerbasis) hier niemandem was…

Die Liste werdeich weiter ergaenzen.

Ich sage nur: Ichbin so klug. K-L-U-K“

Stimmung: Leicht erkaeltet.
Location: ITRC, Farm, mal sehen
Wetter: 5 Grad, nebelig, Nieselregen

Ein ganz normales Wochenende…

Heute mal wieder einer der beliebten Blogeintraege. Arbeitstechnisch laeufts inzwischen ganz gut. Ein Entwurf meines
Exposes steht, was der genau Inhalt der Arbeit wird, muss ich allerdings noch abklaeren…

Das letzte Wochenende habe ich Freitags in Downtown Greenville verbracht. Dort wir man allerdings um 2 aus der Disko rausgeschmissen, weil keine Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf. Naja wir waren dann noch in somen Sportsbar Schuppen, der aber irgendwie mies war. Am naechsten Morgen war ich trotzdem irgendwie verdammt muede… Samstags bin ich dann mitm Kollegen nen bischen 1968er Mustang gefahren. Super geiles Teil und hat auch echt Spass gemacht.

Abends haben wir dann von unserem Landlord (Vermieter) dann richtig geile Rips gemacht bekommen. So als Begruessungsessen fuer mich. War ein Bauch-voll-schlag-und-viel-trinken-Abend mit nem Haufen Smalltalk. Mein Landlord Ian ist richtig cool drauf aber halt ein typisch konservativer Suedstaatler. Trinkt viel und steht auf Kirche und so Krams. Untypischerweise ist er aber kein Waffennarr – eigentlich ganz sympatisch.

Um das Wochenende ausklingen zu lassen fahren wir Sonntags nochmal auf den Redneck-Flomarkt um die Ecke . Ich ueberlege mir echt die Rheinland-Pfalz-Flagge zu kaufen 🙂 Die gibts da einfach…

Nach einem Stop im „Greenville Beer Exchange“ (1300 Sorten Bier gibts da – der beste Laden in der ganzen Region!) geben wir uns Abends nochmal richtig geiles Essen.

Bevor wir in dem Steakhosue aber unser Steak bekommen, gibts erst mal Erdnuesse und so suesses Brot (schmeckt wie Dampfnudeln) mit Zimtbutter zur Vorspeise. Verrueckte amerikanische Esskultur…

Stimmung: Heute Abend steigt die erste Farm-Party. Bierdurst 🙂
Wetter: Morgen 17°C und Sonnenschein, top!
Location: Farm – morgen gehts mal schnell nach Atlanta…

Pretzels!

Gestern und heute habe ich mal mein Auto bei Firestone durchchecken lassen. Mazda Protege, Baujahr 2001, 169000 Meilen. Da es hier ja keinen TUEV gibt fahren die meissten ihr Auto so lange bis es regelrecht auseinanderfaellt. Das merkt man vorallem auf dem Highway, wenn man alle paar Meilen ein liegengebliebenes Auto sieht, massig Reifenteile teilweise auf der Fahrbahn hat, neben einem bei einem fahrenende LKW grade mal so ein Rad platzt und der einfach weiterfaehrt oder wenn wegen eines Motorschadens einfach mal aprupt jemand auf der linken Spur anhaelt und ich ne Vollbremsung hinlegen muss…. Bevor mir das passiert investiere ich lieber vorher etwas Geld in den fahrbaren Untersatz. Letzendlich sind wohl meine Bremsscheiben recht abgenutzt und anscheinend fehlen mit einige Radbefestigungsmuttern(!)… Da waere mir vielleicht beim naechsten Monsterschlagloch (die es hier zuhauf gibt) mal das Rad abgehauen. Nein danke.

Heute stellen wir mittags fest, dass neben dem Firestone direkt die „Bavarian Pretzel Factory“ is. Ne deutsche Besitzerin bietet dort typisch deutsche (bayerische) Kueche (und Brot!) an und beliefert nebenbei auch die BMW Werkskantine mit Essen. Ist zwar gut teuer aber was macht man nicht fuer die monatliche Brezel oder einen Fleischkaese zum Mittagessen… Ich glaub wenns mich mal packt werde ich mir sicher auch mal das ein oder andere Brot dort kaufen (das amerikanische Labberbrot ist grausam).

Wenn einen Nachmittags beim Arbeiten irgendwann der Hunger packt…also ab zum Automat. Dann ists wie bei Homer Simpson. Dollar, Dollar raus. Dollar rein, Dollar raus. Argh.. Endlich gewaehlt…Dann bleibt der Riegel auch noch stecken…Unglaublich. Der Securitymann von nebenan hilft mir dann, indem er einfach mal schnell den Automaten kippt… Inzwischen habe ich jetzt fast alle ekligen Schokoriegel durch (einmal probieren muss reichen), heute war MilkyWay dran. Tja von wegen. Mars heisst hier MilkyWay…

Nachm Feierabend gehts dann noch schnell ins Uni-Fitnessstudio um die Ecke und dann is gut.

Stimmung: Kopfweh 🙁
Wetter: Bewoelkt, im Buero wie immer Eiszeit…

Washington

01/14 – 01/17/2011

Washington!
Relativ kurzfristig entscheiden wir uns das lange Wochenende (Montag ist Martin-Luther-King-Day) zu nutzen und mit einigen anderen Praktikanten nach Washington gefahren. Den, fuer US-Verhaeltnisse, Katzensprung von 8 Stunden Fahrt treten wir Freitag Mittag an. Nach der obligatorischen Burger-Pause zur Abendzeit erreichen wir gegen 24 Uhr die US-Hauptstadt, die menschenleer ist, denn Freitag Abend sind alle Beamten schon zuhause und die Studenten sind noch nicht auf der Piste. Uns kommt das ganz gelegen denn ohne Navigationssystem muessen wir uns mit der Strassenkarte begnuegen… Nachdem wir unsere beiden Mitfahrer (die nicht im Hotel sondern in einer 10qm Studentenbude uebernachten) rausgeworfen haben, gehts weiter ins Hotel. Holiday Inn Capital – 3 Sterne, Fernseher und KingSize Betten – passt. Nachdem der Schlachtplan fuers Parken (das gut organisiert sein will) gemacht ist, fallen wir ins Bett.

Samstag steht die obligatorische Sightseeing-Tour an. Freundlicherweise hat der Stadtplaner alle Sehenswuerdigkeiten und Museum auf einen Haufen gepackt (National Mall), sodass wir einfach drauf loslaufen koennen. Im Capitol koennen wir direkt an einer Fuehrung teilnehmen. Imposantes Gebaeude und insgesamt sehr beeindruckend.

Anschliessend laufen wir durch einen Gang in die angrenzende Bibliothek. Der Lesesaal ist beinahe noch beeindruckender als die Kuppel des Capitols, aber nur beinahe. Die Architektur ist zwar ganz nett, wir denken aber die ganze Zeit „die haben doch einfach genommen was es schon gab und alles irgendwie verwurstet“. Richtig, denn das Capitol und die Stadt  ist gerademal knapp 200 Jahre alt. Ein interssantes stadtplanerisches Detail ist, dass die Faecherstadt Karlsruhe Vorlage gewesen sind, Washington in aehnlicher Form zu bauen (alle Strassen gehen faecherfoermig auf das Capitol zu.)

Nach der Hot White Chocolate Coffee Latte Staerkung im Starbucks nehmen wir die U-Bahn zum Arlington Friedhof. Der Friedhof war mir vorher kein Begriff ist aber ein Must-Do in Washington.

Hier werden alle Kriegsgefallenen der USA begraben.

Ebenfalls findet man die Crews der verunglueckten Space Shuttles und auch das Grab von JFK dort. Sehr beeindruckend ist, neben den tausenden weissen Kreuzen, die Graeber der unbekannten Soldaten. Diese werden 365 Tage, 24 Stunden bewacht. Den sehr zerimonellen Wachwechsel muss man sich unbedingt anschauen. Wo in Deutschland monatelang ueber ein kleines Mahnmal fuer Gefallene diskutiert wird, gibt es in den USA einen regelrechten Veteranen und Gefallenen Kult. Man moege darueber denken wie man will, aber ich fand es sehr beeindruckend.

Nach dem Friedhof statten wir noch dem guten Lincoln einen Besuch ab. Der sitzt in seinem Memorial und kann irgendwie nichts als fotografiert zu werden…

Wenn man mal was essen will, findet man selbst in den USA keinen Fast-Food-Schuppen… Ausgehungert gehn wir dann halt ins Hard-Rock-Cafe. Nix besonderes an Essen und relativ teuer, aber trotzdem oke.

Im Hotel angekommen sind die meissten so fertig, dasse nicht mehr weggehen wollen. De Kollege und ich wollen aber nicht nur rumgammeln. Die Mitfahrerkollegen sind bereits auf der Piste also nehmen wir uns ein Taxi (ist richtig guenstig hier) und fahren in die Stadt. Hier lernen wir das erste mal die US-Feierkultur kennen. Auch wenn die Clubs hier bereits um 2 Uhr schliessen, geht man trotzdem erst um 12 aus der Kneipe raus und faellt in die Clubs. Genauso machen wir es. Dort angekommen kommen wir das erste Mal in Kontakt mit einheimischen Studenten. Krass ist wie hier getanzt und getrunken wird, die Leute ansonsten aber total pruede sind.

Am naechsten Tag ist der Kollege im Eimer aber die Museen rufen. Da die alle kostenlos sind, fangen wir im „National Air and Space Museum“ an und arbeiten uns ueber das „Museum of American History“ ins „National Nature History“ Museum vor.

Alle Museen sind „ganz cool“ aber oftmals eher fuer Kinder aufbereitet. Auch werden manche Sachen nicht ganz genau genommen… Da wird bei Kriegen schonmal der Erste Weltkrieg vergessen oder ploetzlich haben die Deutschen Pearl Harbor ueberfallen… Egal – man muss alles mal gesehen haben.

Zwischendrin schauen wir uns noch den Obilisken von innen an. Ueberraschenderweise ist dieser begehbar und man kann von oben einen herrlichen Blick ueber die ganze Stadt geniessen.

Bei der abendlichen Kneipentour sind diesmal mehr Leute am Start! Gut angeheitert landen wir nach einer Collegebar am Ende in einem R&B Club. Nach einigen Minuten auf der Tanzflaeche denken wir, dass irgendwas anderst ist…Wir sind die einzigen Weissen im ganzen Club! Krass wie die Schwarzen abfeiern. Wir mittendrin kommen uns anfangs etwas komisch vor, aber alle sind super freundlich und am Ende war es echt cool am Martin-Luther-King Day mit dem Schwarzen richtig abzufeiern.

Nach der kurzen Nacht gehts am naechsten Morgen wieder zurueck in den Sueden. Als wir mit „You“ve got a problem?!“ an einer Tankstelle von der Seite angemacht werden, wissen wir das wir wieder in den Suedstaaten sind.

Jetzt steht  eine 4-Tage-Woche an. „Business as usal“ hat mich wieder.

Stimmung: Exhausted.
Location: Washington
Wetter: 9 Grad, Bewoelkt

Alltag

01/13/2011

Heute mal wieder mein kurzer Bericht von der Amerika-Front. Nachdem das Schneechaos ueberstanden ist (es liegt noch Schnee aber die Strassen sind wieder frei), lecken sich hier alle die Wunden und trauern der verlorenen Zeit hinterher. 2 ½ Tage Ausfall reissen ein ganz schoen grosses Loch in den Geldbeutel… Mal sehen ob ich bald mal meine erste Woche bezahlt bekomme…mein deutsche Visakarte glueht inzwischen foermlich.

Egal – trotz alledem stellt sich inzwischen langsam eine Art Alltag ein. Meine Visageschichten sind geklaert, Bankkonto eroeffnet, heute habe ich noch mein Auto schoen angemeldet – jetzt brauche ich nur noch meinen Fueherschein als ID und natuerlich meine Social Security Number (ohne die hier gar nix geht). Die Arbeit macht Spass und ich bin beschaeftigt. Den Weg ins ITRC finde ich inzwischen ohne Navi und an das permanente Langsamfahren auf dem Interstate habe ich mich auch gewoehnt (wenn alle so langsam rumgurken geht das auch). Nach der 2 ½ Tage Woche freue ich mich jetzt auf den Trip nach Washington. Morgen gehts los und am Montag kommen wir wieder zurueck (da is Martin Luther King Day – einer der wenigen bezahlten Feiertage hier).

 

Schneechaos

Schnee in South Carolina – wenn das einmal in 40 Jahren vorkommt drehen hier alle am Rädchen.

Im Walmart werden Hamsterkäufe getätigt (und ich wollte doch nur meinen Wocheneinkauf machen), im Radio wird davor gewarnt sich bei dem Wetter aus dem Haus zu bewegen und Schulen sowie Büros (auch meins) bleiben wetterbedingt geschlossen. Total irre. Und das bei 20cm Neuschnee. Wenn der noch liegen bleibt ist hier die Kacke am dampfen…

Wenn ich zuhause bleiben muss ist das nämlich unbezahlt und das ist gar nicht gut (vorallem weils nächste Woche nach Washington geht und ich da das Geld brauche!).

Naja wir auf der Farm können uns auch gut selbst beschäftigen. Mit der PS3 und dem 42 Zoller lässt sich gut Filme schauen :-). Gestern waren wir aufm Redneck-Flomarkt um die Ecke. Da gibts alles zu kaufen. Von der Reichskriegsflagge bis hin zu Medikamenten. Wir haben uns so geile Blasrohre gekauft…Die hauen rein!

Naja und dann kommt der Schnee. Um zu kucken was so geht, wollen wir mal mitm Geländewagen vom Kollegen rumfahren. Pech dass wir uns in der Einfahrt festfahren und erst mal buddeln müssen… Damn it. Schneemann bauen is auch nicht bei dem Eis-Schnee-Gemisch…

P.S.: Immer einiges mehr an Fotos gibt in folgendem Ipernity-Album:

http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/219094

Shopping!

So – das Wochenende entwickelt sich prächtig. Inzwischen sind alle Mitbewohner eingetrudelt. Der eine hat sein PS3 dabei und dank WalMart (90 Tage Rückgaberecht) haben wir auf der Farm jetzt nen fetten 42 Zoller 🙂 So zum Abendessen gediegen Stromberg kucken hat was.

Samstag gehts erst an den Drive-In-Schalter an der Bank die letzten Euros umtauschen.

Dann fahren de Kollege und ich ins Outlet nach Georgia (auf der Karte „um die Ecke“, aber trotzdem 1 1/2 Stunden Fahrt…)

Dort gibt es alle Markenklamotten unglaublich günstig. Auch wenn ich nicht der Shopper bin. Wenn ich zwei Calvin Klein Hosen (Stoffhosen brauch ich für die Arbeit) für 80$ bekomme – da muss man zuschlagen. Zusätzlich war noch überall „Super-Sale“ und „Clearance“, d.h. alles nochmal bis zu 70% billiger! Son addidas-Shirt für 3$, da kauf ich mir auch mal eins. Zum Abschluss fahren wir noch ins Hooters was essen. Wenn man schon hier ist, muss man das mal machen ;-).

Die Bedienungen sind vorschriftsmäßig nett und das Essen ist auch sehr gut…

Praktikum V / Wochenende

05. – 07.01.

In den letzten 3 Tagen habe ich endlich ein paar Dinge auf meiner To-Do-Liste abgehakt. Mittwochs bekommen wir neuen Prakikanten die ausfuehrliche Einfuehrung. Diese findet im Werk statt, also kann ich mir morgens etwas Zeit lassen, da es von der Farm grade 10 Minuten dorthin sind.

Nachdem wir den ganzen Tag diverse Formulare, teilweise auch mehrmals, ausfuellen, kann ich inzwischen meine Adresse und Reisepassnummer auswendig… Wichtig hierbei ist zu wissen, wie die Zahlen geschrieben werden. Die 1 ist in Amerika ein I und die 7 wird handschriftlich ohne Zwischenstrich geschrieben. Eine deutsche Eins wird in Amerika als Sieben erkannt. Sehr tricky.

Beim Mittagessen treffen wir die ganzen anderen Praktikanten. Es war fast zu erwarten, dass die Maschinenbauerquote hoch ist und ja, sie ist es auch… Egal – nach dem Essen bin ich echt neidisch auf die Kantine, da die neben Sandwiches und sonstigem Zeug auch eine „deutsche“ Linie hat, an der man auch mal Fleischkaese oder aehnliches bekommt. Ausserdem ist es sehr entspannt, nicht fuer jedes Essen das Gebaede verlassen zu muessen.

Mittags haben wir dann noch unsere Uniform bestellt (Stoffhose + BMW Hemd, Polo oder Shirt mit Logo und Vornamen). Diese wird allerdings wohl erst in einige Wochen da sein…mal sehen.

Wenn ich schonmal da bin, gehe ich auch in den BMW Welt Verschnitt vor dem Werk. Nix besonderes aber immerhin…

Der X6 wird auch in SC gebaut

Der X6 wird auch in SC gebaut. Man beachte auf dem Foto den Putzman mit der Ghostbusters-Kanone auf dem Rücken. *g*

Abends unterschreibe ich dann endlich meinen Mietvertrag. Auch finde ich endlich die Klappe fuer die Heizung – endlich herrscht keine Eiszeit mehr in meinem Zimmer…

Beim Feierabendbierchen erzaehlt mir mein Mitbewohner doch tatsaechlich , das ich mein versichertes Auto 2 Wochen ohne Nummernschilder (bzw. Nummernschild, da hier in SC nur hinten eins dran ist) fahren darf.  Super… Ich ihn gleich mal eingespannt und zur Mietwagenfirma gefahren. Endlich bin ich das Ding los. Donnerstags fahre ich dann zum DMV (Zulassungsbehoerde fuer Autos). Dummerweise war ich im falschen Buero fuer die Besitzsteuer. Muss ich halt die Tage nochmal hin.

Zum Thema Autos…Fast jeder meiner Praktikantenkollegen faehrt einen alten Strassenkreuzer weil „wo sonst, wenn nicht hier“ kann man sowas fahren. In diesen Karren kann man bequem vorne und hinten zu dritt fahren kann , oder den
Dschungel bezwingen (ja auch Trucks werden gefahren). Ich glaub wenns mich ueberkommt verkauf ich meinen kleinen Mazda und hol mir auch sowas
J. Die Karren fallen bestimmt auseinander wenn man schneller als 120 km/h faehrt, aber bei der Geschwindigkeit steht man eh schon mit einem Fuss im Gefaengnis.

Einige Facts was sonst Autos betrifft:

– Kein TUEV
– Fuehrerschein ab 16
– Fuehrerschein ist gleichzeitig auch Personalausweis
– In SC faehrt man nur mit einem Nummernschild (hinten) rum
– Man darf in den USA an jeder roten Ampel rechts abbiegen, wenn es nicht durch ein Schild verboten wird
– Versichert darf man 2 Wochen ohne Nummernschilder rumfahren.

Stimmung: Zur Feier des Tages heute beim Chinesen All-you-can-eat gewesen – vollgefressen
Location: Farm, ITRC, Werk, Farm
Wetter: 5 Grad, Sonnenschein (wie fast immer hier)