Geschichte

Beginn der Sammlung und des Gleisbaues 1987

„Die Idee zum Bau einer eigenen Feldbahn kam mir 1984, als ich mit dem Technischen Hilfswerk (THW) half, die Strecke der Museumseisenbahn „Kuckucksbähnel“ Neustadt-Elmstein wiederherzurichten. Dabei fielen mir beim stillgelegten Sägewerk SCHULZ in Breitenstein liegende Feldbahngleise auf. Ein freier LKW des THW übernahm (gegen den berühmten Kasten Bier) den Transport nach Neustadt-Speyerdorf und kippte mir die ersten ca.100m Gleis incl. 3 Weichen in den Vorgarten (zum Entsetzen meiner Frau…) Kurz danach hörte ich von einem Mitarbeiter der Fa. Dyckerhoff &Widmann, daß er eine Kipplore und einen Stapel Gleise per LKW liefern könne, so geschah´s… und weitere 50m Gleis und das 1.rollende Fahrzeug waren da. Jetzt mußte es mit dem planmäßigen Gleisbau um´s Haus losgehen



Mit Hilfe einiger Freunde und eines geliehenen Kleinbaggers und dem THW-Radlader konnte mit dem Trassen – und Gleisbau begonnen werden.

Der für den Lokbetrieb mindestens erforderliche 10m-Radius konnte gerade eingehalten werden. Die runden Schienen erwarb ich gebraucht und vorgebogen vom Feldbahnhändler Eilers in Hamburg und verbaute diese auf echten halbierten Eisenbahn-Schwellen mit Schwellen- schrauben in den Kurvenstrecken.                    Die anderen geraden Schienen sind die Standard-5m-Rahmen S-10 mit Rillenschwellen.

Einige Dutzend Bohrer hat das Nachbohren von 13mm-Löchern für die Laschen gekostet! Auch nach 50 Jahren ist Feldbahngleis „stahlhart“, der Rost täuscht!

Wie das Bild zeigt,war die 1.Kurve eine echte „Schlammschlacht“

Als Schotter ließ ich mir normalen Eisenbahnschotter von einem nahe gelegenen Schotterwerk per LKW anfahren, 16 Tonnen auf Zugmaschine + Hänger, das gab abgekippt zwei riesige Haufen, die es nun galt in die Schienen zu verteilen. Zwei Wochen Urlaub gingen für diese Handarbeit drauf.

Wer jemals mit einer Gabel in einen Schotterhaufen gestoßen hat, weiß was ich durchgemacht habe!)

Die letzten Gleisprofile ließ ich in Mannheim biegen und bin dann mit „wippendem Gleis“ (7m im Kombi) nach Hause gefahren. Den „Golden Spike“ gabs nicht als der Kreis um´s Haus geschlossen war, aber ein paar Bierchen schon….

Jedenfalls konnte ich jetzt die 1.eigene Lok aufs Gleis setzen.

Ein Lokschuppen mußte nun her, aus einem Carportbausatz (Baumarkt) entstand ein Schuppen mit vier Gleisständen und Schiebetoren, davor eine Schiebebühne zur Verteilung der Loks auf das Zufuhrgleis.

 

 

 



So sieht eine typische Fundstelle für Feldbahngleise aus! In Hochspeyer bauten wir im Sept.2000 ca.80m Gleis, 3 Weichen und diverse Loren vom Lagerplatz  einer Tiefbaufirma ab. Nach mühsamem Transport mit mehreren Anhängerfahrten nach Speyerdorf wurden die Teile zunächst auf den Abstellgleisen gelagert und zum Teil wieder an andere Feldbahnfreunde weitergegeben. (Manche lagern leider große Mengen alter Gleise und Rollmaterial, ohne je Zeit und Geld aufbringen zu können (wollen), um alles zu restaurieren, bzw.betriebsfähig. zu machen und sind aber auch nicht bereit, etwas an andere abzugeben.

Leider ein Unsitte bei manchen Feldbahnfreunden! )

Einbau einer Weiche zum neuen Abstellgleis im Vorgarten