Zum Inhalt

Monat: Juni 2012

Paris – ville du pain

Pain, frz. für Brot und englisch für Schmerz.
Für meinen Paris Trip trifft irgendwie beides zu. Einerseits essen Meghan und ich mindestens 2x am Tag warm und wir vernichten Unmengen an Baguette, Crepes und Rotwein. Andererseits muss ich mindestens genauso oft ihre Abwesenheit hinnehmen, wenn sie mal wieder stundenlang am skypen ist.
Ihr Freund ist total paranoid und ruft schonmal 36x auf meinem lautlosen Handy an, wenn im Hotel das WLAN zusammenbricht. Naja – ich bin tiefenentspannt.
Trotzdem haben wir wieder die vollgepackte Sightseeing Tour durchgezogen.
Beeindruckend ist vorallem das Künstlerviertel Montmatre, Sacre Coer, das Louvre und auch die oberste Plattform des Eiffelturms hat mich doch überrascht.
Leider haben wir die Katakomben um 10 Minuten (letzter Einlass) verpasst. Schade.
Nervig ist das gammlige Metro-System sowie Bettler, Penner und Eiffelturmverkäufer an jeder Ecke. Außerdem habe ich die Stadt der Liebe in einer dummen Konstellation, nämlich mit einer vergebenen Frau, besucht. Leider bestätigt die Stadt alle Klischees und ich musste immer wieder feststellen „falsche Stadt zur falschen Zeit“. Naja. Mit dem TGV ist man in kurzer Zeit komfortabel am Gare de l’Est.
Ich komme wieder.

London ist noch Punkrock

Gutes mit gutem zu verbinden ist immer zu begrüßen und wenn ich ein freudiges Wiedersehen mit einer tollen, mir bis jetzt noch unbekannten Stadt verbinden kann, umso besser.

London heißt das Ziel und mit Meghan, meiner guten Freundin aus Boston

und Uli, meiner Lieblings-Karlsruherin aus München,

gibt es schon mehr als genug Gründe meinen verdienten Urlaub auf der Insel zu verbringen.

Dank Ryanair-Flug 9773 und allen verfügbaren Verkehrsmitteln der London Transportation, bin ich schnell zur und in der britischen Hauptstadt unterwegs. Der Trip ist intensiv und von politischen Rotweindiskussionen in einer Küche in Tottenham, über diverse kulinarische Erfahrungen in Pubs und Fish&Chips Buden, bis hin zu der Tourinummer mit Hostel und Sightseeing, nehme ich alles mit was geht.

Die Metropole verbindet Hochkultur und Popkultur perfekt und bietet von dunklen Hintergassen, wo schon Jack the Ripper sein Unwesen trieb, über moderner Kunst im Tate Museum oder Dinoskeletten im Nature History bis hin zu fliegenden Hipsterhändlern in Camden Market die ganze Palette an urbanem Lifestyle an.

Diesem fröhnen wir gerne und oft lassen uns da schonmal vom London-Spirit mitreißen, der auch sein kann, dass man sich nach dem Pub voller Suits in eine, im positiven Sinn, abgefuckte Seitenstraßenkneipe begibt und danach bei einem Elektrokonzert einer Band aus Island landet. Das wir damit trotzdem auf dem intellektuell richtigen Weg sind, ist dokumentiert…

Danke auch an dieser Stelle an Ulis beste Freundin Lollo,die praktischerweise ihren Gebutstag auf das EM-Deutschlandspiel vorverlegt, sodass wir standesgemäß den local Engländern in der Eck-Tavern zeigen können, wie hoch denn der Party-Hammer in Deutschland hängt. Nebenbei gewinnen wir noch das Spiel und brechen den Weltrekord im Smartphone mit der Nase bedienen 😉

Auch wenn das Wetter uns die meißte Zeit im Stich lässt, kann ich die Stadt und den Spirit der Einheimischen nur empfehlen.

London – Gefällt mir.

P.S.: Und ja das ist noch Punkrock.

P.P.S.: Fotos hier: http://www.ipernity.com/doc/hofherr/album/274191