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Kategorie: Namibia

Kalahari

Bevor wir wieder gen Windhoeck aufbrechen machen wir noch einen weiteren Abstecher in die Wüste. Westlich von Mariental erstreckt sich die Kalahari, die wir mittels bekanntem Game-Drive erkunden.

Game-Drive

Da wir inzwischen den Ersatzreifen verschlissen haben und nun ohne Reserverad dastehen, sind wir ganz froh über die geführte Tour. Wunderbar und zu empfehlen ist der Ausflug auf jeden Fall, da es viel Tiere, tolle und grüne Wüstenlandschaften und einge spaßige Allradfahrten zu erleben gibt.
Elands
Oxys im Sonnenuntergang

Beim Sonnenuntergang mit dem Gin Tonic an der eilig aufgebauten Wüstenbar lässt sich auch dieser Tag mit vollem Urlaubsfeeling abschließen.
Die Kalahari-Bar für den „Sundowner“.

Sossusvlei

Das letzte Highlight peilen wir Anfang der letzten Woche an. Die 300m Dünen der Namib sind atemberaubend und der beschwerliche Weg dorthin hat sich letztendlich mehr als gelohnt. Bevor wir die Dünen erklimmen will noch eine 250 km Stecke Dirtroad hinter sich gebracht und ein Reifen gewechselt werden.

Die letzte Bastion vor der Wüste: Der Tankstellen-Ort „Solitaire“.

Endlich vor Ort reihen wir uns um 6 Uhr morgens am Parktor in die Autoschlange ein um pünktlich zum Sonnenaufgang in die Wüste zu starten.

Vorbei an Düne 45 geht es mit dem Sonnenaufgang im Rücken mit Allrad gen Sandberge. Im Laufe des Vormittags durchqueren wir die Dead Vlei und versuchen uns an verschiedenen Dünenkämmen. Klettern, runtersurfen, Objektiv vorm Verkratzen schützen. Spaß und Anstrengung in einem. Bevor die Sonne den Höchststand erreicht verlassen wir den Wüstenplanet gen Hillux – der Sand wird einfach zu heiß und die Strahlung zu unbarmherzig.
Das atemberaubende Dünen-Panorama.
Gut geschützt.

Auf der Rückfahrt wissen wir leider die vier 4×4-Fahrprogramme nicht zu bedienen und fahren uns fest sodass wir etwas ratlos sind. Glücklicherweise helfen uns die schwarzen Tourguides Siegfried und Heinrich aus, sodass wir Mittags zum Glück wieder entspannt am Pool unserer Lodge liegen können. Das „Agama River Camp“ ist ein Glücksgriff – das Staff ist jung und entspannt trotzdem gibt es ein Sterneessen zum Diner. Am Ende halten wir beim Bier auf der Veranda Preis und Leistung für sehr angemessen und genießen es beim angetrunkenen Weg zum Zelt die Milchstraße in voller Pracht bewundern zu können.

Swakopmund

Wir beginnen den Tag mit tausenden, grunzenden und fischig stinkigen Robben am Cape Cross und beenden den Tag mit 5 Hansa-Bier und Gesprächen mit den einheimischen Deutschen, die genauso stinkige Ansichten haben.

Chillen am Cape Cross

Die Deutschen haben die Stadt in der Kolonialzeit gegründet und in Swakopmund hat sich „little Germany“ gehalten. Wir laufen am Brauhaus, der Adler-Apotheke, der deutschen Buchhandlung und diversen Fachwerkhäusern vorbei, bevor wir uns unter dem Leuchtturm am wohl „südlichsten Strandbad“ befinden. Skuril.
Strandpromenade mit Leuchtturm in Swakopmund

Dem die Krone setzt das Abendessen auf, das wir in einem Laden bestellen, der über der Bar die DDR- und die Reichskriegsflagge hängen hat. Küki’s Pub war eher eine Notlösung aber so lernen wir von den deutschsprachigen und weißen Gästen, dass die Schwarzen doch „dankbar sein können dass die Weißen ihnen das Klopapier gebracht haben“. Erschreckend wie sich das weiße Herrschaftsdenken immer noch gehalten hat…
Jetty Pier mit Restaurant am Pierende

Damaraland

Vom Etosha arbeiten wir uns gen Südwesten vor. Durch malerische Felslandschaften geht es auf der Dirtroad und immer mal wieder geben wir dem Staat Namibia 70 N$ und tragen uns in das Besucherbuch diverser Sehenswürdigkeiten auf dem Weg ein.

Der Blick vom Vingerklipp.

Bei sengender Hitze spazieren wir auf die „Fingerkuppe“, 2 Stunden später dann durch den „Versteinerten Wald“ bevor es tags drauf dann noch zu den Felsmalereien am „Doubtful fountain“ geht.
Die berühmte Zeichnung des Schamanen-Löwens.

Die Tage sind geprägt von Staub, Steinen und intensiven Wüstenfarben.
Verfall im Darmaland.

Diese Eindrücke verblassen rasant auf dem Weg Richtung Cape Cross und Swapkopmund. Die Landschaft wird karger und der Wind kälter und salziger.
Campen am „Fluss“.

Unglaublich diese Abwechslung.

Etosha

Wir betreten den Etosha Nationalpark im Lindquist-Gate ganz im Osten und verbringen 3 Tage im Park.

Namutomi-Lodge

Die Lodges sind zum campen perfekt und man kann sich auch die etwas teueren Restaurants vor Ort gut leisten, auch wenn die kulinarische Auswahl und der Service etwas zu wünschen übrig lassen. Zwischen schlafen und essen verbringen wir fast die ganze Zeit im Hillux und arbeiten uns von Wasserloch zu Wasserloch.

Hier ist die Tierwarscheinlichkeit am höchsten und oft werden wir auch mit allem was Afrika aufbieten kann belohnt.
Die Könige der Wasserlöcher: Afrikanische Elefanten.

Da stehen Elefanten neben Giraffen und Antilopen und werden von Zebras beobachtet während der Löwe und die Geier die gesamte Szenerie aus der Ferne überwachen. Full life könnte man sagen.
Sieht Räuber schon von weitem: Die Giraffe.

Die Tage vergehen schnell und Fernglas und Teleobjektiv legen Sonderschichten ein.
Antilopen kennen keine Scheu.

Nachdem wir unsere Grillwürstchen abgenommen bekommen habe, gehts am Anderson-Gate wieder raus.
DIe „Etosha-Pfanne“ ist ein riesiger „See“.

Ein Abenteuer auf dass wir Abends bei Bier und Gitarrenmusik in der Etosha Safari Lodge anstoßen.
In der Etosha Safari Lodge wird die „Shebeen“-Kultur gelebt.

Beware of falling meteorits

Die aufgehende Sonne und mülldurchwühlende Affen beenden unsere erste Nacht im Camper. Wir nutzen die Gunst der Stunde und brechen kurz drauf zur morgendlichen Wanderung zum Mountain View auf.

Nach Stock und Stein genießen wir bald drauf eine atemberaubende Aussicht vom Waterberg Plateau in die Ebene. Alleine dafür hat sich der Aufenthalt gelohnt!

Die Weitsicht ist beeindruckend.
Nur markierte Wege sind gute Wege.

Nach nem guten Continental-Breakfast startet der fahrerisch anspruchvolle, allerdings landschaftlich erwas eintönige Teil des Tages. Mit Durchschnittgeschwindigkeit 50km/h erreichen wir nach 3 Stunden D2512 Dirttrack unser Zwischenziel den Hoba-Meteoriten. Ein riesen Brummer in der Wüste, der wie auch der folgende Stopp, ein See in den die Deutschen ihre Geschütze versenkt haben, von 5 Mitarbeitern bewacht/verwaltet wird.
Namibia ist komplett eingezäunt.

Nach vielen Oreos und Roadtripessen freuen wir uns auf ein Stück Kuchen im Etosha Cafe in Tsumeb – leider ist dies geschlossen was zu kurzer Frustration führt. Um den Tag zu retten ändern wir den Plan und jetten zur Namutomi-Lodge („Rastplatz zum großen männlichen Geschlechtsteil“) im Etosha Nationalpark durch. Kurz vor Toresschluss rollen wir auf den Campingplatz und sind froh endlich angekommen zu sein.

Go north

Nach dem Frühstück mit Kuchenbällchen und X-Faktor im 3:3-Format müssen wir erstmal leider feststellen, dass uns die Waschfutzis nicht nur das Auto gewaschen, sondern auch das gammlige Garmin geklaut haben. Sollen sie viel Spaß damit haben… ein weiterer Grund ihnen kein Geld zu geben. Geld geben wir dafür einiges in der Maerua-Mall aus. Nach 3 Stunden Shopping sind wir gerüstet für den Roadtrip und per 4G mit der Welt verbunden. Den Rest des Tages verbringen wir bei 120 km/h auf der B1, der C22 und der Dirtroad D2512.

Mit Hochgeschwindigkeit auf der Asphaltstraße.
Das Tagesziel erreichen wir 1 toten Vogel und 3 tote Heuschrecken später. Am Waterberg empfängt uns ein Rudel Warzenschweine und ein Rudel Servicekräfte, die uns in das in große Camp einführen und beim Abendessen-Buffet mit „bitte“, „danke“ und „noch ein Nachtisch?“ bedienen.

Warzenschweine als Gärtner.
Nach 2x den Berg hoch-und runterfahren sowie der Kolonialbesichtigungstour am „German Cemetry“ und der ehemaligen kaiserlichen Polizeistation klappen wir am Ende des Tages unser Dachzelt auf und genießen 1,5 Grad kaltes Windhoeck Lager unter dem südlichen Sternenhimmel.

Die ehemalige deutsche Polizeistation ist heute das Restaurant.

Windhoeck

Nach einem entspannten Nachtflug nach Johannisburg, einem etwas aufwendigen Transfer auf dem besagten Flughafen und einem letzten Flug nach Windhoeck betreten wir namibischen Boden. Schon am Flughafen fällt auf – hier geht es eher gemächlicher für eine Landeshauptstadt zu.

Provinzflughafen Windhoeck

Der Transfer vom Flughafen nach Windhoeck gibt uns bereits einen Eindruck, was für Landschaften uns erwarten. Windhoeck selbst hat bis auf ein paar Kolonialbauten und einigen lustigen Straßennamen eher wenig zu bieten.
Deutsche Straßennamen haben sich gehalten.

Vor Ort ist wenig los und wer dort an der Straße rumlungert will nur Geld von den reichen Deutschen erschnorren. Das geht einerseits unverfrohren mit „we clean your car“ – auch wenn wir das gar nicht wollen; andererseits raffinierter in perfektem Deutsch und einer Story über Exil-Namibianer in der DDR. Echt nervig…die deutsche Mentalität ist leider nicht vorhanden, dafür bemitttleidenswerte Armut die man aber auch nicht durch Geld unterstützen möchte.
Die Christuskirche ist das Wahrzeichen von Windhoeck.

Nur deutsche Öffnungszeiten haben sich gehalten und Sonntags können wir nichts für den Trip einkaufen. Egal. Bei Windhoeck Lager besprechen wir Abends die Lage beim obligatorischen Besuch in Joes Beerhouse.
In Joes Beerhouse möglich: Einmal durch die Savanne probieren.

Am nächsten Tag verlassen wir die Stadt und freuen uns auf den kommenden Roadtrip mit unserem Camper-Toyota-Hillux.

Namibia

Die Koffer sind gepackt, Flüge gebucht, ein Mietwagen-SUV mit Zelt auf dem Dach reserviert und die Urlaubsreife ist hergestellt. Namibia – let’s go!
Ich freue mich nach einem vollgepackten Frühjahr auf einige ruhige Tage in wunderbaren Landschaften am anderen Ende der Welt.
Die Route ist grob geplant – mal sehen ob das in 14 Tagen machbar ist…
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