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Monat: Mai 2016

Heimaturlaub

…kann so schön sein. Einfach mal ne Stunde in die Berge fahren und rund um den Spitzingsee einige schicke Tage verbringen.

Erster Gipfel: Rosskopf.
Ganz ohne Überstunden oder Urlaub dafür mit Hüttenschlafsack und Ligretto.
Und die Brecherspitz ist ein alpines Highlight das ich bisher nicht auf dem Radar hatte.

Zweiter Gipfel: Brecherspitz.
Wenn dann die Fernsicht noch so überwältigend ist, können die Gedanken frei sein.

Aussicht auf den Spitzingsee.

Sozialismus

…herrscht in China und bei meiner Dienstreise in den Nordosten nach Shenyang durfte ich diesen in vollen Zügen genießen.

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Nein, das ist kein Nebel.
Die vollen (Atem-)Züge waren bei der Smogbelastung sicherlich nicht gesund aber man fühlt sich sofort wie der Durchschnittschinese. Dieser wohnt in dieser kleinen 7-Millionen-Einwohnerstadt mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem der hunderten Bunkerhochhäusern, die nicht nur hässlich aussehen, sondern vermutlich auch diese Lebensqualität bieten, die sie ausstrahlen. Insgesamt ist die Stadt meiner Meinung nach an nicht vorhandener Lebensqualität schwer zu unterbieten. Vor 20 Jahre aus dem Boden gestampft gibt es keine Sehenswürdigkeiten oder sonstige Freizeitangebote.

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Sozialismus. Es gibt nix.
Auf Foursquare ist das zweitbeste Restaurat der „Paulaner Biergarten“ und das drittbeste „Restaurant“ bereits McDonalds…Alles geht seinen sozialisitischen Gang und ist mehr Schein als Sein.
Kleine Läden gibt es nicht und vermutlich ist so gut wie jeder Chinese in Shenyang Arbeiter bzw. Angestellter. So müssen wir bei „flanieren“ feststellen, dass alles blinkt aber es sonst nichts gibt…Gähn.

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Vor dem Werk in Tiexi.
Wenigstens ist der Arbeitsteil des Trips wertvoll und interessant und in Summe befinde ich mich ja auch nur knapp 3 Tage in China. Ich komme ungern wieder…

Shenyang

Ein kleine Stadt im Norden von China erwartet meine Anwesenheit. Es ist dienstlich aber trotzdem ein Abenteuer.
Visum
Nach diversen Abstimmungen klebt ein Visum in meinen neuen Reisepass (125€(!)), die Flüge und Unterkunft sind organisiert und die Ansprechpartner vor Ort sind klar.

Nur auf den Kulturschock kann mich niemand vorbereiten. Nach 2 Wochen Roadtrip in der Einöde Afrikas (das Land Namibia hat 1,1 Mio Einwohner)  geht es direkt im Anschluss 3 Tage in das asiatische Moloch einer 25-jährigen Stadt die nur mal so eben 7 Mio. Einwohner hat… Alleine dass ich Sonntags aus Afrika lande und am gleichen Tag gen Asien wieder aufbreche ist schon der Planungstechnische-Overkill…

Aber man ist nur einmal jung und auch diese Herausforderung sehe ich sportlich. Wird laufen!

Kalahari

Bevor wir wieder gen Windhoeck aufbrechen machen wir noch einen weiteren Abstecher in die Wüste. Westlich von Mariental erstreckt sich die Kalahari, die wir mittels bekanntem Game-Drive erkunden.

Game-Drive

Da wir inzwischen den Ersatzreifen verschlissen haben und nun ohne Reserverad dastehen, sind wir ganz froh über die geführte Tour. Wunderbar und zu empfehlen ist der Ausflug auf jeden Fall, da es viel Tiere, tolle und grüne Wüstenlandschaften und einge spaßige Allradfahrten zu erleben gibt.
Elands
Oxys im Sonnenuntergang

Beim Sonnenuntergang mit dem Gin Tonic an der eilig aufgebauten Wüstenbar lässt sich auch dieser Tag mit vollem Urlaubsfeeling abschließen.
Die Kalahari-Bar für den „Sundowner“.

Sossusvlei

Das letzte Highlight peilen wir Anfang der letzten Woche an. Die 300m Dünen der Namib sind atemberaubend und der beschwerliche Weg dorthin hat sich letztendlich mehr als gelohnt. Bevor wir die Dünen erklimmen will noch eine 250 km Stecke Dirtroad hinter sich gebracht und ein Reifen gewechselt werden.

Die letzte Bastion vor der Wüste: Der Tankstellen-Ort „Solitaire“.

Endlich vor Ort reihen wir uns um 6 Uhr morgens am Parktor in die Autoschlange ein um pünktlich zum Sonnenaufgang in die Wüste zu starten.

Vorbei an Düne 45 geht es mit dem Sonnenaufgang im Rücken mit Allrad gen Sandberge. Im Laufe des Vormittags durchqueren wir die Dead Vlei und versuchen uns an verschiedenen Dünenkämmen. Klettern, runtersurfen, Objektiv vorm Verkratzen schützen. Spaß und Anstrengung in einem. Bevor die Sonne den Höchststand erreicht verlassen wir den Wüstenplanet gen Hillux – der Sand wird einfach zu heiß und die Strahlung zu unbarmherzig.
Das atemberaubende Dünen-Panorama.
Gut geschützt.

Auf der Rückfahrt wissen wir leider die vier 4×4-Fahrprogramme nicht zu bedienen und fahren uns fest sodass wir etwas ratlos sind. Glücklicherweise helfen uns die schwarzen Tourguides Siegfried und Heinrich aus, sodass wir Mittags zum Glück wieder entspannt am Pool unserer Lodge liegen können. Das „Agama River Camp“ ist ein Glücksgriff – das Staff ist jung und entspannt trotzdem gibt es ein Sterneessen zum Diner. Am Ende halten wir beim Bier auf der Veranda Preis und Leistung für sehr angemessen und genießen es beim angetrunkenen Weg zum Zelt die Milchstraße in voller Pracht bewundern zu können.

Swakopmund

Wir beginnen den Tag mit tausenden, grunzenden und fischig stinkigen Robben am Cape Cross und beenden den Tag mit 5 Hansa-Bier und Gesprächen mit den einheimischen Deutschen, die genauso stinkige Ansichten haben.

Chillen am Cape Cross

Die Deutschen haben die Stadt in der Kolonialzeit gegründet und in Swakopmund hat sich „little Germany“ gehalten. Wir laufen am Brauhaus, der Adler-Apotheke, der deutschen Buchhandlung und diversen Fachwerkhäusern vorbei, bevor wir uns unter dem Leuchtturm am wohl „südlichsten Strandbad“ befinden. Skuril.
Strandpromenade mit Leuchtturm in Swakopmund

Dem die Krone setzt das Abendessen auf, das wir in einem Laden bestellen, der über der Bar die DDR- und die Reichskriegsflagge hängen hat. Küki’s Pub war eher eine Notlösung aber so lernen wir von den deutschsprachigen und weißen Gästen, dass die Schwarzen doch „dankbar sein können dass die Weißen ihnen das Klopapier gebracht haben“. Erschreckend wie sich das weiße Herrschaftsdenken immer noch gehalten hat…
Jetty Pier mit Restaurant am Pierende

Damaraland

Vom Etosha arbeiten wir uns gen Südwesten vor. Durch malerische Felslandschaften geht es auf der Dirtroad und immer mal wieder geben wir dem Staat Namibia 70 N$ und tragen uns in das Besucherbuch diverser Sehenswürdigkeiten auf dem Weg ein.

Der Blick vom Vingerklipp.

Bei sengender Hitze spazieren wir auf die „Fingerkuppe“, 2 Stunden später dann durch den „Versteinerten Wald“ bevor es tags drauf dann noch zu den Felsmalereien am „Doubtful fountain“ geht.
Die berühmte Zeichnung des Schamanen-Löwens.

Die Tage sind geprägt von Staub, Steinen und intensiven Wüstenfarben.
Verfall im Darmaland.

Diese Eindrücke verblassen rasant auf dem Weg Richtung Cape Cross und Swapkopmund. Die Landschaft wird karger und der Wind kälter und salziger.
Campen am „Fluss“.

Unglaublich diese Abwechslung.