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Monat: April 2013

USA #3: Going crazy around the Bay

Der Westcoast-Trip beginnt im mittelwarmen San Francisco. Die Stadt liegt bereits unter einen dicken Nebeldecke nachdem wir nach 6 Stunden Flug verspätet um 22 Uhr Ortszeit aus dem A330 steigen. Schnell ist der Mietwagen organisiert, auch wenn uns Farruk von Alamo ein etwas größeres Gefährt aufs Auge drückt…Den Dodge Durango tauschen wir einen Tag später gegen einen wesentlich effizienteren VW Tiguan ein. Danke amerikanischer Service. Trotzdem bringt uns das Schiff von SUV am ersten Abend sicher zu Grant in die Los Altos Hills.
Bei ihm und seiner Familie verbringen wir 2 Nächte im Haus mit Pool und Blick über das Silicon Valley. Sein cooler Vater hat im Berufsleben alles richtig gemacht und kann entspannt 8 Leute im Haus unterbringen.
Los Altos Hills
Trotzdem ist die ganze Familie „auf dem Boden geblieben“ und wir fühlen uns wohl. Grant macht mich in der Zeit mit seinen (BMW) Arbeitskollegen bekannt und nimmt sich sogar Zeit für 2 Trips nach San Francisco. So kommen wir in den Genuss von „Dim Sum“ – traditionellem chinesischem Essen/sozusagen Tappas; und dürfen ein bisschen das Hafenviertel bei Nacht erleben.
Hafen von SFO

Am nächsten Tag ist bereits Leslie zu der illustren Truppe dazu gestoßen
Die Truppe

und wir nutzen direkt mal die Carpool-Lanes aus und düsen zum Googleplex (Geek-Sightseeing)
Android

und dann zu den „erfahrbaren“ Sehenswürdigkeiten wie die Bayview-Aussichtspunkte, „Golden Gate Bridge“ oder die „Lombard Street“.
Golden Gate Bridge

Grant verlässt uns fürs Erste und wir checken im Mark-Twain-Hotel direkt in der Taylor Street in Downtown ein. Ein Hotel direkt neben einer Kirche für Obdachlose (die hier Pott rauchen und sich gelegentlich selbst im Schaufenster Witze erzählen), aber trotzdem in Laufweite zum Zentrum-Zentrum Union Square gelegen. Dort essen wir am nächsten Morgen vorzügliche Frühstücks-Burritos und nachdem Leslie einen Fahrradladen (Chrome-Store) besuchen musste, treffen wir dort auch wieder meinen USA-Arbeitskollegen Kyle und seine deutsche (und auch meine) Kollegin Christina zum Mittagslunch. Dank Facebook und Foursquare ist die Welt sehr klein geworden!
Am Union Square findet ein Harlem Shake statt…wir schließen uns den Internet-Memen und Hipstern an und fahren mit dem nächstbesten Bus nach „Haight“ – dem Hippie-/Hipster-/High-District von SFO.
Haight
Wir genießen das alternative Flair und bummeln durch die coolen Thrift-Shops und alternativen Hotspots, schauen durchgeknallten Druffies beim Pott rauchen zu und ich mache mit der Fotomenge sicherlich jedem Pseudoinstagrammer alle Ehre.
Nach einem Seafood-Diner planen gehts früh in Bett. Bald gehts ins Gefängnis!
Am nächsten Tag gehen wir nicht über Los sondern checken direkt auf der Fähre nach Alcatraz ein.
Recreation area
Die Insel ist begeisternd! Nicht nur war der „Rock“ ein weltbekanntes Hochsicherheitsgefängnis, nein inzwischen ist die Insel auch ein National Park und bevölkert von tausenden Möwen und Grünpflanzen.
Grüner Rock
Nachdem wir dem Fels entkommen sind, führen wir unsere Flucht im CableCar und zu Fuß fort. Nach einem Umweg über den Coit-Tower neigt sich der Tag bereits dem Ende zu. Wir beenden unsere San-Francisco-Reise mit einem In-n-out-Burger.
Satt verabschieden wir dann Leslie herzlich am Flughafen. Jetzt beginnt der Roadtrip! Nächster Stopp: California Number 1.

Bonus: Geld abheben in den USA

Bonus: Deutsche Schokolade ist hier allgegenwärtig.
Chokoläte

USA #2: On the R(h)oad (Island)

Nachdem Rhode Island uns nass kalt begrüßt hat, zeigt sich der kleinste Bundesstaat Samstags von seiner sonnigen Seite.

Sonniges Newport, RI.

Nach einem Full Size Breakfast bei Meldgies in Narragansett, meldet sich Dan zum Dienst in der Uni ab und wir machen uns auf die Socken nach Providence. Der wohl berühmteste Schriftsteller der Stadt, H.P. Lovecraft, liegt auf dem Swan Point Cemetry. Um ihm einen Besuch abzustatten muss man sich nur im Visitor Office des Friedhofs kompetent von einem Touchscreen beraten lassen, bekommt dann eine Karte ausgedruckt und kann dann mit dem Auto(!) zur entsprechenden Stelle auf dem Friedhof fahren. Murica!

Drive-Inn-Cemetry

Nach diesem kruden Erlebnis gönnen wir uns noch ein Ben-und-Jerry und schauen uns noch das State House an. Dann fahren wir schnell die 40 Minunten zurück nach Süden… Back in Little Germany verwerfen wir unsere Diner-Pläne und planen stattdessen einen späteren Ausflug zur Charlie Ows Sportsbar. Später betreten wir die Location, so wie auch ein guter Witz anfangen könnte: „Ein Amerikaner, ein Kanadier und ein Deutscher betreten eine College-Bar; der Türsteher mustert sie argwöhnisch von oben bis unten während…“ und so weiter… Drinnen erleben wir 6$-Bud-Light-Pitcher, Obamacare-als-Sozialismus-Bezeichner, Dicke-Amis-die-sich-nicht-anziehen-Könner, Alle-wie-Sportstudenten-Ausseher, 420-Tag-Nutznießer und in diesem Zusammenhang auch, wie die Universität von Rhode Island (URI) noch abgekürzt wird: „U R High“. Whatever. Fast nüchtern lassen wir das studentische Leben zurück und verabschieden am nächsten Tag auch schweren Herzens den bald nicht mehr „undergraduate“ Dan.

Bevor wir Rhode Island verlassen essen wir noch den besten Burger seit langem bei „Crazy Burger“ und schauen uns das Hafenstädtchen Newport an.

Auf dem Rückweg nach Philadelphia wollen wir eigentlich bei Meghan übernachten, aber erstens dürfen wir nicht (sagt der Freund) und zweitens wollen wir nicht (weil die Wohnung so siffig ist…). Wir steigen stattdessen in Danbury ab. Mal wieder halbanonym mit meiner abgelaufenen(!) South-Carolina-Drivers-Licence.

Am nächsten Tag vernichten wir leckere Bagel zum Frühstück:

und plündern mein Bank of America Konto um die letzten Bargeldreserven für die Tollroad nach Süden.

4 Stunden später könnne wir bereits bei unserem AirBnB-Kontakt Chad in seinem Keller absteigen. Gleicher Preis wie das Comfort Inn, allerdings mitten in der Innenstadt gelegen. Top.

Bevor wir in den Flieger nach SFO einchecken, zollen wir noch dem großartigen Rocky einen Tribut.

Rocky!

Jetzt gehts aber endlich ins warme California!

Bonus: Der große Getränketest

USA #1: Eroberung der neuen Welt

Nach einem hungrigem Flug mit US Airways (so wenig gabs noch nie auf einem meiner Langstreckenflüge) lassen Max und ich uns in Philadelphia erst mal zu Alamo shuttlen wo wir unseren Ford Escape Midsize-SUV entgegen nehmen. Die Karre hat alles außer ein Navi weswegen der nächste Stopp standesgemäß der Wal-Mart ist, bei dem wir uns erst mal das letzte noch verfügbare Garmin „ausleihen“ („you can return it in any US Wal-Mart for 2 weeks“). Da das Ding navigationstechnisch wirklich totaler Schrott ist habe erst Recht kein schlechtes Gewissen mit dem zurückgeben…
Nachdem das Teil mühsam aus der Blisterverpackung befreit ist, geht sie los die wilde Fahrt. Da es schon spät ist verschieben wir Sightseeing in Philly schweren Herzens und machen uns auf zum erstem geplanten Stopp bei Meghan in Naugatuck, CT. Der Jetlag macht uns einen Strich durch die Rechnung sodass wir auf halber Strecke in Newark im BestWestern absteigen. Praktischerweise liegt die Stadt auf gleicher Höhe mit New York City, weswegen wir den nächsten Tag für „New York in a day“ nutzen: ehrfürchtig staunen am 9/11 Memorial, erahnen der Freiheitsstatue von Weitem, bewundern einen schwarzen Straßenkünstler, werden wach dank Starbucks Dark Roast aus Pappbechern, mustern die Wall Street von außen, essen Burritos bei Chipotle, erleben ein Taxi von innen, nutzen im AppleStore Grand Central das WLAN für Facebook, lassen uns am Times Square berieseln und quetschen uns am Ende des Tages mit New Yorkern in die Subway…
U-S-A!
Nach dem ereignisreichen Tag habe ich runde Füße und will eigentlich nur bei Meghan irgendwo auf ner Couch crashen. Pech gehabt denn sie ist so verplant dass bei unserer Ankunft in Naugtuck das Haus dunkel ist und uns nur ein Schild „no jehovas witnesses“ begrüßt.
Nach 2 Stunden sinnfreier Warterei steigen wir in einem nahegelegen Comfort Inn ab und schieben die fehlende Anwesenheit von Meghan auf die sich überschlagenden Ereignisse im nahen Boston. Sie hatte einen Termin dort und aufgrund der „Manhunt“ auf die Marathon Bombenleger wurde die ganze Stadt mit einem „Lockdown“ belegt. Am Ende stellt sich raus dass Meghan wirklich nur verplant war, was wir nur mit vielem Kopfschütteln quittieren.
Am nächsten Tag setzen wir die Eroberung der neuen Ostküsten-Welt nach einem Frühstückszwischenstopp bei Panera Bread fort. An der Küste entlang geht es gen Rhode Island wo ich meinen Münchner-Ex-Ami-Mitbewohner Dan besuchen möchte. Nach einem Shopping Zwischenstopp im Tanger Outlet erreichen wir die windige und ziemlich nasse Küste bei Provedence, wo Dan sich mit „Little Germany“ (3 deutsche Mitbewohner) ein Strandhaus teilt. Er freut sich riesig dass wir kommen und hat direkt mal ein Party organisiert.
Little Germany
Nach einem durchzechtem Abend mit fettiger Pizza, Harpoon-, Corona-, und BudLight-Beer sowie diversen undefinierbaren Getränken aus gelben Plastikbechern, beschließen wir das Wochenende vor Ort zu bleiben und Sonntags unsere Rückreise gen Philly anzutreten.

US and A 2013

Meine temporäre Rückkehr ins gelobte Land nimmt Gestalt an! Meghan, Leslie, Dan, Grant und Brian – ich komme!

Um die Vorfreude zu vergrößern schaue ich mir immer das hier an:

Aktueller Plan:

Bring it!