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Monat: Dezember 2018

ɹǝpun uʍop – Great Ocean Road

Nach dem verregneten Auckland begrüßt uns Melbourne mit angenehmen 20 Grad und Sonnenschein. Wir nutzen die Gelegenheit des guten Wetters und düsen direkt nach der Landung (+1 Nacht) mit unserem Hyundai Accent gen Great Ocean Road los.

Die Straße wurde von Heimkehrern des 1. Weltkriegs gebaut.

Die Straße wurde mir von vielen Freunden empfohlen und wir wurden nicht enttäuscht. Westlich von Melbourne windet sich die Straße erst an der Küste entlang, bevor sie abwechslungsreiche Wälder und Ebenen durchfährt und als Highlight dann die Küstenlandschaft um die 12 Apostel zugänglich macht.

Jetzt ein Motorrad…

Wir bleiben eine Nacht bei den berühmten Felsformationen und wir werden mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt. In den letzten Jahren konnte die Geologie Erosionen in der Gegend live beobachten und am nächsten Tag lernen wir, dass einige der Arches einfach mal zusammenbrechen. 1990 zum Beispiel die London Bridge. Gerade als 2 Touristen auf der anderen Seite waren…muss ein dummes Gefühl sein… 2005 dann ein weiterer Arch und 2012 auch noch einer der Apostel. Erdgeschichte kann sich so schnell vollziehen.

Die 12 Apostel. Stand November 2018.

Nach dem ersten angenehmen Tag folgen 2 Tage Gluthitze.

Island Arch. Seit 2005 ohne Brücke.

Wir lassen uns nicht abbringen und nehmen noch die letzten Spots mit, wo sich wie immer perfekt „People of Instagram“ beoachten lassen…wie selbstverliebt kann man sein…

People of Instagram.

Der erprobste Tourist ist irgendwann am Ende und Nachmittags gibts endlich ein Sunday-Eis (und eine widerliche Frozen-Cola)…

Den letzten Tag verbringen wir im Grampians-Nationalpark. Die beeindruckenden McKenzie-Wasserfälle lassen sich auch bei 32 Grad anschauen.

Füße kühlen. Herrlich.

Nach der tollen Meerstraße geben wir den Mietwagen bei Bargain ab und verbringen einige tolle Tage in Marvellous Melbourne.

Aoteora toru. Rainy days in NZ.

Nach der pitoresken Südinsel bin ich gespannt auf die Nordinsel. Nach 2 Tagen Autofahrt und einer entspannten Fährtfahrt mit der Interislander befinden wir uns in der Kiwi-Hauptstadt Wellington. Auf einmal gibt es Autoverkehr, Hochhäuser und Unterkunftspreise jenseits von Gut und Böse. Wir quartieren uns über AirBnB vergleichsweise schäbig ein und ich bin froh dass wir diese Unterkunft nach 2 Nächten hinter uns lassen können. Wellington ist eine Stadt, die sich hervorragend zum Arbeiten und Bier trinken eignet. Für uns Touristen und Nerds sind aber die Weta-Workshop ein Must-Stop-Punkt.

Learn to make a sculpture. With tin foil! With Warren.

Hier wurden und werden Hollywood und schwerpunktmäßig Streifen von Peter Jackson mit Leben erfüllt. Wir lernen nicht nur dass Weta Plastik, Knete und Alufolie (und noch mehr Materialien) nutzt um diverse digitale Entwürfe in die Realität zu überführen, sondern bekommmen auch Einblicke in das weitere Geschäft der Traumfabrik. Die Workshops sind ein kleiner Teil der Company, denn auch Post-Production, Digital Effects und externe Sets setzt die 3000(!) Menschen starke Community um. Die Tour durch die Studios ist ein feuchter Traum für jeden Nerd und wir lernen u.A. dass bevorzugt Kiwis eingestellt werden und das z.B. das Halo-Mobil eines der teuersten Einzelstücke ist, dass die Workshops hergestellt haben. Sehr toll! Eine externe Sets und Installationen von Weta schaue ich mir die Tage danach noch an. So ist die überdimensionale Darstellung des Horros von Gallipuli im Nationalmuseum Te Papa mit Weta entstanden. Die Wunde der ANZARC-Truppen im 1. Weltkrieg sitzt tief und wird jährlich begangen. In der empfehlenswerten Ausstellung sind der Schauplatz und die Schicksale greifbar und emotional erlebbar. Sehr beeindruckend.

Das Schrecken des Kriegs wird überdimensional dargestellt.

Das bekannteste noch existierende Weta-Set steht wohl bei Matamata – Hobbinton wurde nach dem „Herr der Ringe“ abgebaut und als touristisches Highlight für die Hobbit-Filme permanent installiert. Das Set ist in seinen Ausmaßen so groß, dass wir ohne Probleme 2 Stunden durchwandern können. Neben 44 Hobbithöhlen gibt es auch den Grünen Drachen andere bekannte Landmarks, die man aus den Filmen kennt. Vergleichsweise teuer aber ebenfalls sehr zu empfehlen.

Das Auenland ist normalerweise voller Touristen…Ein Glücksfoto.

Die Wolken- und Regentage wollen nicht enden und nach Wellington trennen Lisa und ich uns für ein paar Tage. In dieser Zeit bewundere ich die Thermalgebiete rund um Roturua und Taupo und bewähltige Teile des berühmten Togaria-Crossing. Hiking-Time!

Der Tongario-Crossing geht am Mt. Ngauruhoe vorbei (aka der „Schicksalsberg“ in Mordor).
Wai-o-tapo Thermalgebiet im bei Roturoa. #nofilter

Die letzten Tage im Kiwi-Land sind dann leider so verregnet, dass wir schweren Herzens die Coromandel-Halbinsel zwar befahren, allerdings wenig stoppen um uns Sights anzuschauen.

Rainy Coromandel. Dann halt am Hot Water Beach ein Loch graben und ins Thermalwasser setzen…

Immerhin ist der Aussie-Trip geplant und von Auckland möchte wir Anfang Dezember gerne das neuseeländische Regenwetter hinter uns lassen.

Vor der Tür Neuseelands liegt Australien. Let’s goo!

Nun heißt es die Komfortzone zu verlassen und den nächsten Schritt zu gehen.