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Monat: November 2018

Aoteora rua. (NZ Part II)

Nach dem zivilisierten Osten der Südinsel starten wir nach einer unspektakulären Nacht im AirBnB einer Maori-Vermieterin in den wilden Westen der grünen Insel. Von Invercargill über Te Anau tasten wir uns an den Fjordland-Nationalpark heran, eine der letzten weißen Flecken auf der Landkarte Neuseelands. Der Park ist riesig und so wild, dass nur ein Bruchteil touristisch erkundet werden kann. Wir entscheiden uns für einen 3-Stunden-Track bei Manapouri. Nach einer sehr kurzen, aber teueren Bootsüberfahrt mit einem rüstigen Neuseeland-Rentner, genießen wir den unberührten Wald und nach der Häfte der Strecke eine tolle Aussicht. Wir sind die einzigen Wanderer und beim Review-Bier am Abend stellen wir fest, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Belohnung für den Manapouri circle track.

Nach einem AirBnB-Zwischenstopp bei John’s Farm mit den 10 Schafen arbeiten wir uns bis in die Backpacker-Partyhochburg Queenstown vor. Diese Stadt ist tatsächlich von jungen Leuten voll, hat aber wie jede NZ-Stadt sonst wenig Charme. Wir geben viel für Parkgebühren aus, wenig für das 6er-Dorm und noch eine kleine Unsumme an Geld für die Bus-und Bootstour nach Milford Sound.

Die wilde Fahrt zur Milford-Sound-Cruise. Schnee zum Sommeranfang…

Ein Sound von vielen aber wohl das am besten erschlossene Highlight des Fjordland Nationalparks. Es ist zu empfehlen aber nicht von Queenstown, sondern am besten von Te Anau zu starten. So wird die Busfahrt kürzer aber nicht desto trotz weiterhin spektakulär. Auf Schneefall hätten wir verzichten können, aber am Ende hat JUCY und gut hin- und zurück in die Queenstown gebracht.

Tiefe Fjorde, hohe Felsen. Milford Sound – wunderschön.

Nach der Partyhochburg verbringen wir 2 Nächte im Gegenentwurf dazu – Wanaka gewinnt uns durch Charme, ein tolles Hostel und ein wunderschönes Morgenpanorama, dass wir mit weiteren Panoramen auf einer Mietwagen-Tagstour garnieren. Bisher der schönste Stopp im Wanderparadies Südinsel.

Frühstücksblick aus dem Wanaka Bakpaka Hostel.

Optisch toppt der nächste Tag dann doch das bisher gesehene. Wir erleben die Seen Pukaki, Tekapo und als Highlight gibt sich der höchste Berg der Insel, Mount Cook, die Ehre. Sonst wolkenverhangen genießen wir einen der wenigen Sonnentage im Gletschertal und erreichen auch ohne Probleme wieder mein Schrittziel.

Spaß mit dem Selfie-Stick.
Der König der Berge in Neuseeland: Mount Cook.

Nach Mount Cook arbeiten wir uns langsam wieder Richtung Nordinsel vor. Einige lange Autofahrtage sind zu überstehen, mit einigen Stopps, z.B. an den Pancake Rocks, lässt es sich aber ertragen. Nun sind wir am Sprung auf die Nordinsel, die uns die letzten Tage im Land der Kiwis unterhalten soll
So far, so good.

Die Route von Polarsteps.

https://www.polarsteps.com/MarecLightyear/1037701-whereabouts

Kia ora New Zealand.

…bedeutet so viel wie „Hallo Neuseeland“! Das Hallo war in der ersten Nacht nass und frisch und nach dem Inlandsflug von Auckland nach Christchurch die ersten Tage noch etwas müde, inzwischen bin ich aber im Land der Kiwis angekommen und genieße es.

Moureraki Boulders Beach. Ein Herz für Geologen.

Meine Reisegesellschaft und Cousine Lisa ist schon seit über 7 Wochen im Land und hat es langsam angehen lassen. Wir treffen uns in Christchurch und nach zwei Jetlag-Tagen in „Quake-City“ starten wir mit dem gemieteten Toyota-SUV gen Süden. Richtigerweise starten wir erst gen Osten, da wir uns erst die Halbinsel vor Christchurch, mit der kleinen Hafenstadt Akaroa anschauen.

Blick auf die Akaroa Bay.

Der „sceninc drive“ wird von einem Sonnenuntergang in einer Hafenbar gekrönt und nach weiteren Sneak Peaks auf die Landschaft der nächsten Wochen, sind wir nun nach einer Woche reisen bis in die südlichste Stadt Neuseelands, Invercargill, vorgestoßen.
Der Weg dorthin hat einige Nächte gedauert, wir haben aber dank unseres Mietwagens auch viele Spots anfahren können, die z.B. mit dem Backpacker-Bus schwierig geworden wären. Zu nennen ist Oamaru, ein victorianisches Kleinod am Ende der Welt, der Moueraki Boulder Beach, an dem vulkanische Aktvitäten vor Jahrmillionen Kugeln aus dem Berg gerollt haben, Dunedin mit der Otago Peninsula vor der Tür, welche verlassene Strände und unberührte Natur bietet und letztendlich die Landschaft in den Catlins, die atemberaubend, wenn auch bei unserem Besuch sehr nass war.

Verlassene Strände auf der Otago Halbinsel bei Dunedin.
Das Nugget Point Lighthouse bei den Catlins. Regenerisch aber spektakulär.

Alles in allem sind wir langsam im Sighseeing-Modus und freuen uns nun auf weitere Landschaften an der Nordküste der Südinsel.

Die Städte NZs sind unspektakulär, aber von viktorianischen Bauwerken durchzogen.

Es ist noch nicht einmal Halbzeit unseres Neuseeland-Trips. Daher auch an dieser Stelle „Kia ora“, das hier wie das bayerische „Servus“ zu allen Gelegenheiten genutzt werden kann.


Die Verfolgung meiner Reise in Echtzeit gibt’s bei Polarsteps:
https://www.polarsteps.com/MarecLightyear/1037701-whereabouts

Die erste Woche.

Singapore – Stop-Over-Holiday

Um den Flug nach Neuseeland etwas zu entschärfen, gönne ich mir das Angebot von Singapore Airlines, eine „Stop-Over-Holiday“ zu buchen. Enthalten sind eine günstige Übernachtung in einem Hotel sowie ein paar Ermäßigungen. Kann man mal machen, das V Hotel an der Lavender-Street war aber leider mehr so der IBIS-Budget-Kandidat (kaum Steckdosen, Klimaanlage mit nur einer Temperatur, kein Frühstück included usw…). Das Ticket für den HopOnHopOff-Bus war brauchbar, aber das Ticket kostet ansonsten auch keine Unsummen.

Jetlag-Tag. Morgens um 8 ist es noch ruhig.

Nichtdestotrotz hat mir der Inselstaat gut gefallen. Alles fühlte sich etwas wie Disneyland an, da jeder der mal dort war die gleichen Attraktionen besucht. Marina Bay Sands Hotel und Mall, check. Lichtshow vor der Mall in der Bucht, check. Gardens by the bay und illumierte Giant Trees, check. Chinatown, Arab district, Little India, check. Night Safari im Singapore Zoo, check. Tree Walk Bridge, check. Trotzdem lohnt es sich einige Tage dort zu verbringen.

Fotosafari für Instagram.
Gardens by the bay mit Marina Bay Sands Hotel im Hintergrund.

So teuer wie jeder sagt, ist es nicht, wenn man etwas darauf achtet, wie man das Geld ausgibt. 120 Singapore-Dollar die weitere Nacht im V-Hotel? Dann lieber in ein Hostel wechseln und für das gleiche Geld 2 Nächte alleine in einem 4er-Zimmer übernachten. Dekandent geht die Welt zu Grunde 😉 Im Food Court in der Marina Bay Mall für 15 Dollar gut essen? Klar aber für das gleiche Geld kann man sich durch alle 3 Kulturen der Stadt essen. Duck Rice in Chinatown, Plata mit Curry in Little India, einen Kaffee im arabischen Viertel und jeweils noch 2 Bananenshakes to-go. Da war ich grad mal bei ca. 10 Singapore-Dollar. So läuft das.

Little India. So sauber!
Malay-Viertel.
Chinatown.

Sich mit Uber bzw Grab durch die Stadt kutschieren lassen? Nicht so entspannt und günstig wie mit den öffentlichen Bussen und der EZ-Card (wie die Oyster-Card in London).

Night-Safari-Highlight: Das Fledermaushaus!

Die Dokumentation der Ereignisse und die always-on-Mentalität wird dann durch die 100GB(!)-4G-Tourist-SIM gut gestillt, sodass ich nichts vermisse.

Am letzten Tag: 10 km Dschungelwanderung mit Tree Top Walk.

Vermissen werde ich allerdings nicht das tropisch schwüle Klima…oder vielleicht doch? New Zealand – bring it!