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Monat: Februar 2019

Sri Lanka – Wonder of Asia

Nach genau 102 Reisetagen befinde ich mich in Ella, einer Stadt in den Highlands des Inselstaats Sri Lanka. 4 Tage heavy Sighseeing liegen hinter mir und morgen gehts gen Heimat. Der letzte Stop meiner Reise fühlt sich wie Urlaub an…Ich gönne mir, wie die meisten Touristen, einen Privatfahrer, übernachte trotzdem unverschämt günstig in Hostels und gebe das Ersparte bei den nicht ganz günstigen Sehenswürdigkeiten aus. Alle Highlights sind mir mit viel zu vielen Deutschen bevölkert aber es ist trotzdem super z.B. den Felsentempel in Dambulla oder die beeindrucktende Ruinenstadt Sigiriya auf dem Löwenfelsen zu bestaunen.

Die Ruinen auf dem Löwenfelsen.

Sri Lankas Verkehr ist chaotisch und ich bin froh mal nicht Nachtbus oder selbst Auto fahren zu müssen. Einfach dekadent rumkutschieren lassen und die tolle Landschaft genießen.

Sri Lanka Verkehr. Alles vertreten…

Ich sauge jeden Sonnenstrahl und das saftige Grün auf, denn Bayern liegt aktuell unter einer dicken Schneedecke…Die Landschaft ist toll und ist für mich ein Mix aus Australien, Thailand und Namibia – das beste von allem sozusagen. Im Bergdorf Ella, meinem letzten Stopp, hat bereits der große Tourismus Einzug gehalten. Die Fahrt mit dem Zug dorthin ist bereits ein Abenteuer und wer hat nicht schon den blauen Zug vor den Teefeldern auf Instagram gesehen.

Zug nach Ella.

Was man nicht sieht ist, dass die Leute nicht ohne Grund rausschauen, sondern die dritte und zweite Klasse so voll sind, dass man doch manchmal Luft schnappen muss. Ich drängele mich am Schaffner vorbei in den reservierten Bereich und kann so wenigstens atmen und mich bewegen. Glück gehabt und wieder ein Vorteil wenn man alleine unterwegs ist. Die Zugfahrt ist tatsächlich wunderschön anzusehen und in Ella gibt es mit der Nine Arch Bridge ein weiteres Instagram-Highlight zu fotografieren.

Instagold Eisenbahnbrücke bei Ella.

Jeder latscht auf dem Schienen dahin und freut sich über eine dreckige Brücke. Nett anzuschauen aber irgendwie wie immer überhypt. Besser gefällt mir da der Little Adams Peak, der zwar auch touristisch mit Stufen ausgebaut ist, allerdings lässt sich die Wanderung von dort noch um einige Gipfel erweitern, was dann wieder ein optisches Highlight ist.

Back to Hobbiton? Little Adams Peak.

Alles in allem ist der letzte Stopp Ella eine Reise wert und von dort geht es auch schon an den Flughafen. Ich nehme mit dass Sri Lanka ein verdammt gutes Marketing in Deutschland macht, was aber auch gut ist denn viele Menschen sind auf die Touristen angewiesen.

Teepflücker verdienen in 8 Stunden knapp 4 Euro.

Nun ist die Reise vorbei und der Alltag holt mich dann Anfang März wieder ein. Ich verdrücke eine kleine Träne, freue mich aber wieder auf meine Freundin, die Familie und einen Alltag, in dem ich mit quasi blind bewegen kann und der keine dauernden Konsultation von Reisenden, Tripadvisor oder Foursquare benötigt. Trotzdem ist die Reiselust ungebrochen und etwas Resturlaub habe ich 2019 auch noch…

Tropische Nächte

…erwarten mich nach Vietnam in der Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur. Hier mache ich einen der beiden StopOvers auf dem Heimweg und geografisch schließt sich der große Kreis.

Kolonialbauten vor der Skyline im Zentrum.

Netterweise leistet mir erneut meine Cousine Gesellschaft, mit der ich schon Kiwi-Land und Down Under unsicher gemacht habe! Die Tage vergehen wie im Flug und der Trip erinnert stark an meine Singapur-Erfahrung. Sightseeing mit dem HopOnHopOff-Bus, Grab fahren, Monorail fahren, Tempel hier, Moschee da.

Die Putra-Moschee in Putrajaya.

Malaysia ist ein HighTech-Land mit muslimischer Mehrheit und indischer Minderheit. Dementsprechend trifft oft ein ShoppingCenter auf Streetfood und wie heute, Chinese New Year auf Gebetsaufrufe des Muezzins. Insgesamt sagt mir Kuala Lumpur nicht so zu und auch die Retortenstadt Putrajaya im Süden ist einfach zu künstlich um Begeisterung zu entfachen.

Wasserspiele sind das Instagram-Foto der Nacht.

Dann doch lieber ein dreckiges aber lebendiges Bangkok… Wir machen das Beste draus und immerhin kann ich somit Land Nummer 7 auf meiner Asienlandkarte noch schnell abhaken. Sehr schön 🙂

Das neue Wahrzeichen der Stadt: Die 450m-Petronas-Towers.

Nun brechen auch schon die letzten Tage an und 1 Land werde ich noch beehren bevor es zurück in das deutsche Schneegestöber geht….

Der rote Rausch

…so hat Die Zeit mal einen Artikel zum Wirtschaftswachstum Vietnams betitelt. Und nirgendwo sonst ist dieser Aufschwung am besser zu besichtigen als in der Hauptstadt Hanoi.

Offiziell wird dem Kommunismus gehuldigt.

Im Old quarter ist nicht nur der Tourismus groß, sondern auch Laden an Laden reiht sich überall aneinander. Hier findet sich nicht nur das übliche Zeug was Touris so kaufen, sondern auch Elektronik, Beleuchtung, Kaffee, Geschenke und alles was man sich so vorstellen kann.

Zum Tet-Neujahrsfest gibts alles was der Baum zur Deko benötigt.

In den engen Gassen zwischen den Häusern findet das eigentlich Leben statt und neben Suppenküchen findet man dort vorallem vorzügliche Plätze um den berühmten Egg-Coffee zu schlürfen. Sehr toll.

Die Eier wollen in den Kaffee!

Die 3 Tage in der Stadt nutze ich zum shoppen, sightseeing und chillen. Es ist sehr angenehm mal wieder länger an einem Ort zu sein und z.B. einen Schreibtisch zu haben. Mit ner Apfeltasche und dem MacBook lässt es sich doch angenehmer bloggen als auf dem Schoß im Bus… Auch wenn ich alleine wohne, treffe ich doch überraschend viele deutsche Backpacker und das Sozialleben schläft nicht ganz ein. Abends bietet Hanoi viele Möglichkeiten zum Biertrinken; die beste ist vermutlich am Gleis der Zugstrecke, die mitten durch die Innenstadt fährt.

People of Instagram.

Immer wieder spaßig zu sehen wenn der Verkehr aufgehalten wird, die Leute ihre Tische am Gleis zusammenklappen und dann der Personenzug durchrollt.


Der rote Rausch hat mich am Ende nicht nur in Hanoi mitgenommen, sondern auch die letzten 3 Wochen kann ich durchaus als Rausch bezeichnen. Ich kann mich nicht erinnern dass ich in so kurzer Zeit sooft Bus gefahren bin und die Unterkunft gewechselt habe. Alles in allem war es aber den Aufwand wert und wenn ich morgen in den Flieger steige, meine ich zu behaupten zu können dass ich einen sehr guten und umfangreichen Eindruck über Land und Leute erhalten habe.

Die Vietnamesen sind jung, aufgeschlossen und generell ein guter Menschenschlag.

Es ist so gut wie sicher, dass es nicht der letzte Besuch in diesem Land gewesen ist. Deshalb Cam On (Danke) Vietnam für die gute Zeit!

Skull Island

Nach den Höhlen von Phong Nah wirft mich der Sleeperbus am nächsten Morgen um 4 Uhr in der Kleinstadt Ninh Binh raus. Im Dunkeln kann ich es nur erahnen aber tagsüber ist klar – ich bin auf Skull Island gelandet. Der Insel aus einem der coolsten Monsterfilme der letzten Jahre – King Kong: Skull Island.

Szenerie auf den Kanälen rund um die Felsenlandschaft.

Überall ragen grünüberwachsene Felsen aus den überfluteten Reisfeldern. Dazwischen findet sich Pagoden und Tempel, einerseits auf Bergspitzen thronend, andereseits in abgelegenen Buchten schwimmend.

Ein heiliger Ort.

Die Landschaft ist atemberaubend und noch besser ist es sie mit dem Roller, Fahrrad oder dem Ruderboot zu erkunden. Ich mache alles Drei und verbringe gute 24 Stunden in der Gegend.

Hang Mua Tempel.

Das Homestay ist ebenfalls außergewöhnlich und Nachts verschlägt es mich mit der Family auf die Walking Street in Ninh Binh. Westler sind gern gesehenes Foto-Accessoire zur Tet-Neujahrsdekoration und ich mache den Spaß gerne mit 🙂

Neujahr wird ab 4ten Februar gefeiert.

Es ist eine schöne Zeit in Ninh Binh und ich hoffe dass es auf Cat Ba – der Insel vor der Ha-Long-Bay ähnlich weitergeht. Leider nein denn ein weiteres Mal trifft mich die Magen-Darm-Keule und setzt mich einen Tag außer Gefecht. Das Zimmer mit der klammen Luft ist auch nicht das beste, weswegen ich mich freue, als ich die Unterkunft nach 3 Nächten endlich verlassen kann.

La-Han-Bay.

Immerhin kann ich an einer Tour durch die La-Han-Bay teilnehmen, sodass ich noch einige mehr Eindrücke von der Insel, der Bay und dem Wildlife mitnehmen kann.

Klettertour auf Monkey Island.

Wir verbringen einen lustigen Nachmittag mit Ryan auf nem Boot und das Highlight ist sicherlich die Kajak-Tour durch weitere Höhlen.

Kajak-Tour.

Ein ziemlicher Spaß mit der Krönung, dass wir die seltenen Languren-Affen Cat Bas zu Gesicht bekommen. Toll!

So eine Kokusnuss ist hart zu knacken.

Die Tour entschädigt etwas für die anderen Turtouren und mit Hanoi am Horizont sieht alles schon rosiger aus.

Sonnenuntergang über Cat Ba.