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Riding the dragon

Entlang des Drachens, wie die Vietnamesen ihren Teil des Mekongs nennen, bewege ich mich von Phnom Penh Richtung Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) und später noch eine Ecke weiter Richtung Süden nach Can Tho. Ich bin froh Kambodscha hinter mir zu lassen und nach einer entspannten Busfahrt und unproblematischen Grenzüberschreitung (E-Visa sei Dank) erreiche ich Saigon.

Die Notre Dame von Saigon..

Die größte Stadt Vietnam ist pulsierend und nicht nur an der Rollerdichte oder der Menge an Smartphone-Läden ist abzulesen, dass Vietnam sich in einem massivem Wirtschaftsaufschwung befindet.

Ich fühle mich gleich sicherer als im „armen“ Kambodscha aber werde am ersten Tag dazu direkt hart auf die Probe gestellt. Erst zockt mir der Taxifahrer 20 statt 2€ (also 700.000 Dong statt 70.000 Dong) für die Fahrt ab und dann verderbe ich mir Abends noch den Magen. Ich ignoriere das Drachenfeuer in meinem Magen und auch die gigantischen Beträge kann ich am nächsten Tag bereits besser handeln (alles über 50.000 Dong direkt aus dem Sichtbereich wegpacken!). Die Ankunft ist dank des tollen DaBlend-Hostels trotzdem angenehm. Nach einem Chill-Tag lerne ich am zweiten Abend nicht nur einige Kanadier und Engländer, sondern auch einige liebe Leute des vietnamesischen Staffs kennen. Schön mal wieder unter Leuten zu sein und nachdem wir einen Abend zusammen beim Kochen, Karaoke singen und auf der Pubstreet verbracht haben, verabreden wir uns im Laufe der Reise uns mal wieder zu treffen; mal sehen ob das klappt.

ie Gäste und das Staff haben sich super verstanden.

Saigon selbst bietet ein interessantes Museum zu den Vietnam-Kriegen des 20. Jahrhunderts und einige Kolonialbauten, unter denen sicherlich das Postamt herausragt.

Ho Chi Minh wacht über das Postamt.
Das etwas propagandistisch verklärte Kriegsmuseum.

Ansonsten wieder Tempel und diverse Märkte; das Muster bleibt in Asien gleich und langsam freue ich mich mal wieder auf was anderes als den X-ten Shop mit Northface-Rucksäcken oder Under-Armor-T-Shirts (vermutlich alles Fakes). Einzig und allein mit dem Streetfood und generell dem vietnamesischen Essen bin ich noch net ganz so warm geworden, was vorallem daran liegt dass kaum wer gut Englisch spricht und selten Bildchen des Essens zu sehen sind…hmm.

Im Hostel kochen wir selbst!

Nach 4 Nächten Saigon möchte ich noch die Reisgegend des Südens und generell des Mekong-Delta erleben. Dies mache ich von Can Tho, einer Stadt ohne große Sehenswürdigkeiten im Süden Vietnams. Im Hostel buche ich eine geführte Tour – diese geht am nächsten Tag 6 Stunden und führt mich ab morgens um 5 Uhr auf zwei Floating-Markets, in eine Nudelfabrik, eine Fruchtfarm.

Floating markets sind am aussterben…jeder hat einen Roller heutzutage.

Kann man mal machen; nur das ganze Bootfahren und einige nervige Franzosen (die kein Englisch gesprochen haben) hat meine Stimmung etwas eingetrübt. Bevors am nächsten Tag mit dem Sleeper-Bus nach Da Lat geht, habe ich noch etwas Zeit totzuschlagen. Der 23-jährige Tourguides des Vortags fragt mich, ob ich Bock habe mit ins erste Semster Englisch an seiner Uni zu kommen. Warum nicht sage ich mir und so finde ich mich kurz drauf als Ehrengast im Englischkurs wieder und darf Fragen zu Deutschland und Umgangsformen beantwortet, erfahre von den Schülern aber auch ein paar interessante Sachen. Alles in allem mal eine tolle und einzigartige Erfahrung!

Dem Klassenfeind wird gerne zugehört.

Nun ist schon fast die erste Woche Vietnam vorbei und bisher ist das Fazit positiv!

Published inReisenSabbaticalVietnam

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